Arbeitnehmer hat Misserfolg im Beruf

Tipps, um Niederlagen klug zu nutzen

Sicherheit im Job ist für die Deutschen wichtiger als langfristige Entwicklungsmöglichkeiten. Ein Grund hierfür ist die Angst vor dem Scheitern, was von einem Großteil der Bevölkerung immer noch als starker Makel betrachtet wird. Doch (berufliche) Misserfolge und Niederlagen sind unvermeidbar und bringen viele Chancen mit sich. Nachfolgend verraten wir Dir 6 Tipps, wie Du mit Niederlagen richtig umgehst und aus Ihnen sogar Motivation für Deine nächsten Herausforderungen ziehst.
13
Dez
2021

Misserfolge & Niederlagen
bewältigen: Wichtiges in Kürze

Scheitern ist ein Teil Deines Lebens – egal ob privat oder beruflich. Die einzige Frage, die sich dann stellt, ist wie Du mit diesem Scheitern umgehst. Der beste Weg ist natürlich, aus den Fehlern zu lernen und besser zu werden, anstatt Dich zurückzuziehen, um Fehler künftig zu vermeiden.

Um mit Niederlagen besser umzugehen, helfen Dir folgende Tipps:

  1. Blicke der Realität ins Auge.
  2. Analysiere Deine Situation objektiv.
  3. Zeige Mut und besinn Dich auf Deine Stärken.
  4. Lerne vom Scheitern anderer.
  5. Nutze Niederlagen zur (beruflichen) Neuorientierung.
  6. Gehe motiviert Deine neuen Aufgaben an.

6 STRATEGIEN ZUM UMGANG MIT NIEDERLAGEN

Wer im Job etwas wagt, riskiert immer auch Fehler zu machen. Mutige Ideen umsetzen, den Jobwechsel wagen, Träume verwirklichen, bleibt für viele nur Wunschdenken. Gerade in Deutschland ist die Versagensangst groß. In unserer Leistungsgesellschaft bleibt vermeintlich wenig Platz für berufliche Misserfolge.

Ich habe immer versucht, jede Katastrophe in eine Chance zu verwandeln. John D. Rockefeller

Dabei sind es genau die Niederlagen und Rückschläge, aus denen man lernt und wächst. Die Kunst ist es, sich nicht entmutigen zu lassen, wieder aufzustehen und aus seinen Fehlern zu lernen. Viele Pioniere sind zunächst gescheitert. Dazu zählen Wissenschaftler wie Albert Einstein oder berühmte Politiker wie Abraham Lincoln. Wir zeigen, wie Du am besten mit beruflichen Misserfolgen und Niederlagen umgehst und daraus neue Chancen und Motivation entstehen können.

1. DER REALITÄT INS AUGE BLICKEN

Niederlagen im Job gibt es viele. Ob ein gescheitertes Projekt, die verpasste Beförderung oder sogar eine Kündigung. Auch wenn jeder mit beruflichen Krisen anders umgeht, ist ein Misserfolg doch erstmal eine herbe Enttäuschung. Gerade wenn man auf ein Projekt oder die Beförderung monatelang hingearbeitet hat, kann es schwerfallen, der Realität ins Auge zu blicken. Am liebsten würde man aus Stolz und Eitelkeit die Augen vor dem Misserfolg verschließen. Daher ist es wichtig, sich die Niederlage einzugestehen und sich mit den Konsequenzen auseinanderzusetzen. Nur wer sein Scheitern annimmt, kann nach vorne blicken und den zweiten Schritt angehen.

2. SACHLICHE ANALYSE

Nach einem beruflichen Misserfolg ist es wenig hilfreich, die Schuld bei anderen zu suchen oder sich zu verkriechen und zu bemitleiden. Stattdessen gilt es im zweiten Schritt, die Niederlage objektiv zu analysieren. Was ist schiefgelaufen? Welche Details wurden nicht bedacht? An welchen Punkten kannst Du ansetzen, um es in Zukunft besser zu machen? Bei einem gescheiterten Projekt, an dem ein größeres Team beteiligt war, ist es sinnvoll, sich zusammenzusetzen und sich gegenseitig Feedback zu geben. Bei einer Kündigung solltest Du ehrlich zu Dir selbst sein. Warst Du noch mit Leidenschaft dabei? Was würdest Du beim nächsten Arbeitgeber anders machen? Diese Reflexion ist enorm wichtig, um daraus für die Zukunft zu lernen.

3. MUT ZEIGEN UND AUF STÄRKEN SETZTEN

Nach einem beruflichen Misserfolg leidet das Selbstwertgefühl. Zudem kommt die Angst vor den Reaktionen der Kollegen oder dem privaten Umfeld. Hat es zum Beispiel mit der Beförderung nicht geklappt, fürchten sich viele vor hämischen Kommentaren oder Mitleid. Bei einem gescheiterten Projekt hagelt es möglicherweise Kritik vom Chef. Besonders in Deutschland steckt eine gesunde Fehlerkultur noch in den Kinderschuhen.

Ein Umdenken findet statt, zumindest in der Start-up-Szene. Auf sogenannten „Fuck-up-Nights“ erzählen Gründer vor großem Publikum von ihren Geschäftsideen, die sie komplett in den Sand gesetzt haben. Was Du von diesem Beispiel lernst? Dass es keinen Grund gibt, sich für Niederlagen zu schämen. Sei stattdessen stolz auf Deinen Mut, dass Du es zumindest versucht hast. Hier ist es wichtig, wieder Selbstvertrauen zu erlangen. Halte Dir vor Augen, worin Du gut bist: Schreibe Dir zum Beispiel eine Liste mit Deinen Talenten. Wie sehen Dich Deine Kollegen und Freunde? Hole Dir positive Rückmeldungen von außen, die Du für den Neuanfang nutzen kannst.

4. LERNE VOM SCHEITERN ANDERER!

Ob Henry Ford, Steve Jobs oder J.K. Rowling: Die meisten erfolgreichen Gründer, Bestseller-Autoren und Visionäre mussten mit zahlreichen Niederlagen, Absagen und Rückschlägen umgehen, bevor sie Erfolg hatten. Steve Jobs wurde von Apple, das Unternehmen, welches er selbst gegründet hat, gekündigt, bevor er Ende der 90er Jahre wieder zurückkam und seinen Siegeszug antrat. Für ihr Harry-Potter-Manuskript erhielt J.K. Rowling zunächst eine Absage nach der anderen. Zu dieser Zeit lebte die heutige Bestseller-Autorin als alleinerziehende Mutter von Sozialhilfe.

Doch eines verbindet alle diese Lebensgeschichten: Sie haben nie aufgegeben, bis es schließlich nach vielen Anläufen geklappt hat. Gerade in einer Phase der Demotivation hilft es Dir, Dich intensiv mit den nicht immer geradlinigen Lebensläufen dieser Persönlichkeiten auseinanderzusetzen. Wie haben sie es geschafft, immer wieder aufzustehen? Welche Rückschlüsse haben erfolgreiche Gründer aus ihren Fehlschlägen gezogen? Was war ihr Erfolgsrezept? Nutze diese Erfolgsgeschichten als Inspiration, um neue Motivation zu schöpfen.

5. NIEDERLAGE ALS NEUORIENTIERUNG UND MOTIVATION NUTZEN

Sei es das gescheiterte Projekt oder die Kündigung, berufliche Misserfolge bergen immer die Chance, etwas Neues zu wagen. Ist der bisherige Job gar nicht das Richtige für Dich? Im beruflichen Alltagstrott kommen nur wenige aus ihrer Komfortzone raus. Die meisten Menschen ändern erst etwas, wenn sie gezwungen sind. Daher ist nun der perfekte Zeitpunkt etwas zu wagen. Nimm Dir die Zeit, um Dir Gedanken zu machen, was Du schon immer tun wolltest. Ob eigene Geschäftsidee, ein zweites Studium oder ein Branchenwechsel. Es ist nie zu spät: Auch mit 40 kannst Du noch erfolgreich den Neuanfang meistern. Und ein neues Ziel weckt neue Kräfte in Dir.

6. GEHE HOCHMOTIVIERT AN NEUE HERAUSFORDERUNGEN

Lass die Niederlage oder den Misserfolg hinter Dir und gehe hochmotiviert Deine neuen Vorhaben an. Entwickle eine „Jetzt erst Recht“-Mentalität und mach Dir bewusst, dass Deine Niederlage Schnee von gestern ist und Du gestärkt daraus hervorgegangen bist.

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Nachdem Du nun gelernt hast, wie Du mit Niederlagen richtig umgehst, kommt nun eine eindringliche Warnung:  Mit den nachfolgenden Strategien reihst Du garantiert Misserfolg an Misserfolg. Denn Erfolg hängt auch vom richtigen Mindset ab.

  1. Sage Dein Scheitern voraus: Egal was Du vor hast oder planst, es wird ja doch nicht klappen. Wenn Du permanent damit rechnest, bei privaten oder beruflichen Projekten sowieso Schiffbruch zu erleiden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es genauso eintritt.
  2. Rede Deine Erfolge klein: Wenn Du im Beruf erfolgreich bist, dann darfst Du ruhig auch mal stolz sein, Dir auf die Schulter klopfen und Dich feiern. Rede Dir nicht ein, dass das Erreichte nur Zufall war.
  3. Vergleiche Dich mit den Besten: Gesundes Konkurrenzdenken ist okay, um sich selbst zu motivieren und puschen. Wenn Du Dich allerdings ständig nur mit den Besten vergleichst, ist das das sichere Rezept zum Scheitern und Unglücklichsein im Job.

Checkliste: Wie gut kannst Du mit Niederlagen umgehen?

Bist Du ein Siegertyp und lässt Dich von Misserfolgen nicht aus der Bahn werfen? Je mehr der nachfolgenden Fragen Du mit „Ja“ beantworten kannst, desto besser kannst Du mit Niederlagen im Beruf und auch privat umgehen.

  1. Fehler sind für mich menschlich und gehören zum Leben.
  2. Probleme sehe ich als Herausforderung an, denen ich mich gerne stelle.
  3. Wenn ich Fehler mache, kann ich mir diese verzeihen.
  4. Was andere Menschen über mich denken, berührt mich nicht.
  5. Ich habe viele Stärken, auf die ich bauen kann.
  6. Mich treibt die Neugierde auf Neues um und gehe dafür gerne ein Risiko ein.
  7. Es ist für mich wichtiger, mich ständig weiterzuentwickeln als keine Fehler zu machen.

 

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Gescheiterte Projekte, eine missglückte Beförderung oder die Kündigung: Niederlagen gehören zum Leben dazu. Auch wenn Jobkrisen für die Betroffenen erst einmal wenig positiv erscheinen, bergen Misserfolge auch immer neue Chancen. Doch ob berühmte Vorbilder oder die Geschichten der Start-up-Gründer – ihre Karrieren beweisen zwei Dinge: Es klappt nicht immer auf Anhieb mit dem Erfolg, aber Scheitern ist lehrreich. Unser Magazinbeitrag soll Dir helfen, gestärkt aus beruflichen Krisen hervorzugehen. Wenn Du frischen Wind in Deine Karriere bringen willst, schau auf unserer Jobbörse vorbei und lass Dich von unseren Kollegen beraten –sicher haben wir auch für Dich den passenden Job.

 

Bildnachweis: Titelbild: © Syda Productions – stock.adobe.com, Bild 2: © BullRun – stock.adobe.com, Bild 3: © Viacheslav Lakobchuk – stock.adobe.com.

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