Gesunde Ernährung am Arbeitsplatz: 7 Wege aus der Snackfalle

Gesunde Ernährung am Arbeitsplatz oder wie Sie die Snack-Falle umgehen können

09.05.2017
Gesunde Ernährung am Arbeitsplatz

Die Mittagspause musste wegen der näher rückenden Deadline ausfallen – schnell eine Leberkässemmel vom Bäcker um die Ecke, vor dem Bildschirm nebenher gegessen. Dazu noch einen Energydrink, der gegen das Nachmittagstief helfen soll. Eigentlich wissen wir alle, dass gesunde Ernährung wichtig ist und für bessere Leistungen sorgt. Trotzdem tappen wir regelmäßig in die Snack-Falle. Wie lässt sich das vermeiden?

Sieben Wege aus der Snack-Falle

Du bist, was du isst. Ein Satz, für den man fast schon Geld ins Phrasenschwein werfen müsste. So abgedroschen. Hundertmal gehört, sich vorgenommen, die eigene Ernährung zu verbessern und dann doch wieder beim Imbiss gelandet. Was wir brauchen, ist keine Moralpredigt darüber, wie wichtig die Nährstoffe und Energielieferanten für unseren Körper sind – was wir brauchen, sind ganz konkrete Tipps, die sich im Alltag tatsächlich umsetzen lassen. Wir von AVANTGARDE Experts haben für Sie sieben konkrete Vorschläge zusammengestellt, die Sie dabei unterstützen, die Snack-Falle in Zukunft zu umgehen.

Hast du Lust auf einen schnellen Kaffee?

Tausende Angestellte in ganz Deutschland haben das gleiche Ritual: Morgens erstmal einen Kaffee, wenn man im Büro ankommt. Gerne einen Milchkaffee, Latte Macchiato oder einen Cappuccino. Dann nochmal am späten Vormittag einen Kaffee, einen Espresso nach der Mittagspause, am Nachmittag gegen das Tief nochmal einen Milchkaffee. Vielleicht zwischendurch noch eine kurze Kaffeepause mit der Kollegin, um sich über den Büroklatsch auszutauschen, eine Zigarette zu rauchen oder ein Projekt zu besprechen. Ohne es wirklich zu registrieren, schnappt hier die Snack-Falle zu. Ein Kaffee mit Milch und Zucker schlägt mit 54 Kalorien zu Buche, ein Latte Macchiato sogar mit 74. Hochgerechnet auf den Tag summiert sich hier einiges an vermeidbaren Kalorien.

TIPP: Öfter mal einen schwarzen oder grünen Tee trinken – der Aufputsch-Effekt ist der gleiche. Oder auf den Zucker im Kaffee verzichten, stattdessen Süßstoff verwenden. Alternativ zur Vollfett-Milch bietet sich Halbfett-Milch an – der Unterschied ist kaum zu schmecken.

Wasser trinken bei der Arbeit

Wasser ist die Grundlage

Wenn Sie durstig sind, ist es eigentlich schon zu spät. Denn Durst ist ein Gefühl, mit dem der Körper uns signalisiert, dass er an einer deutlichen Unterversorgung mit Flüssigkeit leidet. Dabei ist das Trinken von Wasser ganz essentiell für die Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz.

TIPP: Kaufen Sie sich eine Karaffe (1 Liter) und nehmen Sie diese mit an Ihren Arbeitsplatz. Morgens wenn Sie kommen, füllen Sie die Karaffe auf und trinken Sie bis zur Mittagspause leer. Am Nachmittag trinken Sie eine zweite. Häufig fällt es leichter zu trinken, wenn das Wasser direkt auf dem Tisch steht. Wenn Ihnen pures Wasser geschmacklich zu langweilig ist, peppen Sie es einfach ein bisschen auf: frische Beeren, Zitronenscheiben oder Kräuter geben Geschmack ab und liefern zusätzlich wertvolle Vitamine.

Keine Zeit für ein richtiges Mittagessen.

Manchmal fehlt einfach vorne und hinten die Zeit für eine richtige Mittagspause mit einem gesunden Lunch. Man holt sich schnell etwas vom Bäcker, vom Asia-Imbiss oder der Fastfood-Kette. Ab und zu ist das auch kein Problem – entscheidend ist die Häufigkeit.

Das Ungesunde ist auch in vielen Fällen nicht das Essen alleine, sondern wie gegessen wird: Hastig runtergeschlungen vor dem Bildschirm, während an der Präsentation gearbeitet wird und ein Telefonat mit dem Chef ansteht.

TIPP: Auch mal Essen von zu Hause mitbringen. Viele Gerichte lassen sich ohne großen Aufwand am Abend vorher zubereiten und schmecken auch kalt: Gebratenes Gemüse, ein Sandwich mit Vollkornbrot und frischem Salat, ein Salat aus Hülsenfrüchten.

Und wenn es doch mal wieder der schnelle Snack vom Imbiss ist: Nehmen Sie sich zehn Minuten und essen Sie Ihren Lunch in Ruhe – abseits vom Bildschirm, vielleicht sogar an der frischen Luft. Konzentrieren Sie sich nur auf Ihr Essen und Ihre Pause. Das macht Sie langfristiger satt und vor allem sehr viel zufriedener.

Um 12 essen wir

Das zweite Szenario, dass in vielen deutschen Büros vorherrscht, ist die Mittagspause pünktlich um 12:00 Uhr. Pünktlich, gilt für das ganze Team. Alle Kollegen gehen gleichzeitig essen – da wollen Sie natürlich auch mitgehen. Vielleicht werden Sie schon ab 11:30 Uhr unruhig und spüren ein Knurren im Magen. Aber sind sie wirklich um diese Uhrzeit bereits hungrig, oder ist es vielmehr ein soziales Event, an dem Sie teilhaben wollen? Stellen Sie sich diese Frage ehrlich und regelmäßig, und ziehen Sie Ihre Konsequenzen. Wenn Sie um 12:00 Uhr noch nicht wirklich ein Hungergefühl verspüren, können Sie sich im Restaurant vielleicht einfach nur ein Getränk bestellen und zu einem späteren Zeitpunkt nochmal eine kleine Pause machen, um Ihren mitgebrachten Lunch zu verzehren.

TIPP: Nur dann essen, wenn Sie wirklich der Hunger plagt. Nicht aus sozialem Druck heraus.

Mittagspause im Büro mit Salat

Kantinenessen – kann das gesund sein?

Ja, es kann. Aber auch in der besten Kantine kann man schlecht essen, wenn man die falschen Entscheidungen trifft. Achten Sie auf eine ausgewogene Zusammenstellung: Nicht jeden Tag Fleisch, ein Mal pro Woche frischen Fisch (in vielen Kantinen ist der Freitag dafür vorgesehen) und bedienen Sie sich reichlich bei Gemüse und Salat. Sollten Sie einer körperlich wenig anstrengenden Tätigkeit nachgehen, entscheiden Sie sich täglich neu für Vorspeise oder Nachspeise – wenn Sie nur eines der Beiden wählen, bleiben Ihre Kalorien im Gleichgewicht.

TIPP: Konzentrieren Sie sich auf kalorienarme Beilagen – jeden Tag Pommes kann Ihnen nicht gut tun.

Snacken am Nachmittag

Irgendwer in der Firma hat immer Geburtstag und bringt einen Kuchen mit. Jeder kennt diese nette Kollegin, die immer Gummibärchen und Kekse mitbringt – da greifen wir gerne zu, natürlich ohne wirklich hungrig zu sein. Und tappen auch hier wieder in die Snack-Falle. Oder Sie haben am Nachmittag tatsächlich einen Hungerast und brauchen eine Kleinigkeit, um die Zeit bis zum Abendessen ohne Magenknurren zu überstehen. Bereiten Sie sich darauf vor, denn es ist nicht der Zucker aus Gummibärchen, den Sie brauchen – eine Banane oder ein Apfel sind die gesündere Alternative. Auch Mandeln oder andere Nüsse sind ein toller Energielieferant. Legen Sie sich in Ihrer Schreibtischschublade einen kleinen Vorrat an und bedienen Sie sich daran, wenn Sie am Nachmittag die Lust zum Snacken überfällt. Oder backen Sie sich einen Vorrat an gesunden Muffins und nehmen Sie jeden Tag einen mit zur Arbeit.

TIPP: Sichern Sie sich gegen Ihre Snack-Attacken ab und legen Sie sich gesündere Alternativen bereit.

Bewegung schadet sicher nicht

Zum gesunden Essen am Arbeitsplatz gehört auch ein kleiner Verdauungsspaziergang. Gehen Sie eine Runde um den Block und gönnen sich ein bisschen frische Luft. Das tut Ihnen nicht nur körperlich gut, sondern erfrischt auch den Geist. Studien belegen, dass schon eine Viertelstunde leichte Bewegung an der frischen Luft die Leistung am Arbeitsplatz erheblich steigert. Zum Abschluss der Mittagspause bietet es sich an nochmal frische Luft zu schnappen, am Nachmittag macht es aber auch Sinn. Achten Sie darauf, was Sie brauchen.

TIPP: Einfach mal rausgehen – schlechtes Wetter zählt nicht als Ausrede. Ziehen Sie sich eine Jacke und wasserdichte Schuhe an und machen Sie einen kurzen Spaziergang. Bei schlechtem Wetter fühlt man sich danach gleich doppelt so gut.

 

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Bilder: Bild 1: iStock./shironosov, Bild2: iStock/shironosov, Bild3: iStock/Milkos

09.05.2017

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