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Städteranking Deutschland: Die Lebensqualität in 10 deutschen Großstädten

18.09.2018
Skyline von Frankfurt am Main

Möchtest Du Deine Karriere strategisch angehen, kommt es nicht nur auf Deine eigenen Fähigkeiten an, sondern auch auf Deinen Standort. Denn er gibt nicht nur eine Tendenz zu Wirtschaftsstärke und dem Lohnniveau an, sondern ist auch bei der Frage nach der Lebensqualität wichtig. Damit Du weißt, wo welche Vorteile auf Dich warten, haben wir die zehn größten Städte Deutschlands unter die Lupe genommen und herausgefunden, wo Du wie profitieren kannst. Neugierig?

Der Städtecheck: Lebensqualität, Arbeitsmarkt & Co.

Im Folgenden präsentieren wir Dir die Ergebnisse unseres Städtechecks. Dabei stellen wir Dir die wichtigsten Fakten zu jeder der untersuchten Städte vor. Geordnet sind sie allein nach ihrer Größe: Denn eine unserer entscheidendsten Einsichten ist, dass jede der vorgestellten Städte ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile hat. Überzeuge Dich selbst!

Berlin: Immer noch arm, immer noch sexy

Berlin im Städteranking

Berlin ist für seinen einmaligen Kulturwert bekannt: Eine riesige Kunstszene, lange Partynächte und geballtes Großstadtflair sind hier wie nirgendwo sonst in Deutschland vorhanden. Aber auch Baupleiten und hohe Schulden zeichnen das Stadtprofil nach wie vor aus. Trotzdem kann die Hauptstadt bei Arbeitnehmern mit guten Preisrelationen aufwarten:

  • Die deutsche Landeshauptstadt ist hochverschuldet: Pro Einwohner liegt der Schuldenstand bei 8.668 Euro und ist damit mehr als doppelt so hoch wie in den anderen neun Großstädten (im Durchschnitt sind es 3.417 Euro). Zum Vergleich: In Stuttgart liegt der Schuldenstand bei nur 51 Euro pro Einwohner.
  • Trotzdem liegt die Hauptstadt beim benötigten Brutto-Jahreslohn sogar unter dem Durchschnitt: Hier braucht man durchschnittlich etwa 300 Euro weniger, um finanziell gut über die Runden zu kommen.
  • Die Arbeitslosenquote ist in Berlin vergleichsweise hoch und liegt bei 8,2 Prozent (im Städte-Durchschnitt sind es 7,2 Prozent). Berlin hat in unserem Städtevergleich damit die dritthöchste Arbeitslosigkeit.
  • Angesichts der verschrienen Berliner Problembezirke überrascht der Wert bezüglich der Gewalttaten: Denn pro 10.000 Einwohnern kommt es in Berlin zu 46 Gewalttaten und damit nur vier mehr als im errechneten Durchschnitt.
  • Berlin hat eine hervorragende Ausgehkultur: Bars und Restaurants gibt es pro 10.000 Einwohner etwa 29. Übertroffen wird dieser Wert nur von Düsseldorf: Hier sind es etwa 34.
  • Mit neun Feiertagen pro Jahr liegt Berlin unter dem durchschnittlichen Ranking-Wert von 11 Feiertagen.
  • Auch die Mietpreise sind angesichts der Bedeutung und Größe der Stadt bemerkenswert: Mit 7,69 Euro liegt Berlin sogar unter dem durchschnittlichen Ranking-Mietpreis pro Quadratmeter (8,20 Euro). Mit dem Verhältnis zwischen Einkommen und Mietpreisen liegt Berlin mit 27,3 Prozent exakt im deutschen Durchschnitt.
  • Abschließend noch eine schöne Nachricht: Die Berliner können sich über ungefähr 100 Sonnenstunden mehr im Jahr freuen als es unsere Ranking-Städte durchschnittlich haben.

Es zeigt sich also: Berlin ist nach wie vor eine nicht ganz unproblematische Stadt, wenn es um öffentliche Finanzen geht. Trotzdem kann die Metropole für Arbeitnehmer mit durchschnittlichen Mietpreisen, einem hervorragenden Freizeitangebot und internationaler Atmosphäre aufwarten. Bei der Suche nach dem passenden Job in Berlin suchst, helfen wir Dir gerne weiter.

Hamburg: Wirtschaftsstärke im hohen Norden

Hamburg im Städteranking um Lebensqualität

Hamburg gehört zu den wichtigsten Hafenstandorten auf der gesamten Welt. Entsprechend hoch ist auch die Wirtschaftsstärke der Stadt. Besonders bekannt als entspannte Metropole im hohen Norden, erfreut sich die Stadt mit der neuen Elbphilharmonie, dem Fischmarkt und der Reeperbahn generell großer Beliebtheit. Doch was verraten die Zahlen über die Hansestadt?

  • Ähnlich wie Berlin, ist Hamburg hochverschuldet: Pro Einwohner sind die öffentlichen Haushalte mit 8.349 Euro belastet und damit mehr als doppelt so hoch wie der Durchschnitt.
  • Beim benötigten Brutto-Jahreslohn überschreitet Hamburg den durchschnittlichen Wert der am Ranking teilnehmenden Städte kaum: Hier benötigt man im Schnitt rund 35.363 Euro, was ungefähr dem Durchschnittswert des Städterankings entspricht.
  • Das Verhältnis zwischen Mietpreis und Einkommen zeigt, dass der Durchschnittswert von 27,3 Prozent in Hamburg leicht überschritten wird: Der Hamburger zahlt 28,6 Prozent seines Gehalts für Mietkosten.
  • Insgesamt sind die Hamburger aber recht zufrieden mit ihrem Gehalt: Auf einer Skala von 1 (sehr zufrieden) bis 5 (sehr unzufrieden) erreichen sie einen Wert von 3,48.
  • Wie auch in Berlin gibt es in Hamburg nur 9 Feiertage im Jahr.
  • Die Bar- und Restaurantdichte Hamburgs liegt mit einem Wert von 25,5 etwas unter dem Durchschnitt (26,5).
  • Die Gewalttaten liegen in Hamburg (48 pro 10.000 Einwohner) etwas höher als im Ranking-Durchschnitt (42 pro 10.000 Einwohner).

Fazit: Deutlich wird, dass Hamburg seinem Ruf als eine der teuersten und gleichzeitig ärmsten Städte Deutschlands gerecht wird. Bei den Mietpreisen belegt Hamburg in unserem Ranking immerhin Platz 3 der teuersten Großstädte. Trotzdem kann Hamburg mit einer enormen Anziehungskraft punkten: Denn jährlich zieht es fast 100.000 Zuzügler hierher, die vor allem wegen Jobaussichten und des guten Rufs der Stadt in den Norden ziehen.

Du suchst selbst nach einem neuen Job in Hamburg? Wir helfen Dir gerne bei der Suche nach dem richtigen Arbeitsplatz für Dich!

München: Teures Pflaster, hohe Sicherheit

München im Städteranking

Oktoberfest, Alpenvorland und der FC Bayern: Unschlagbare Lebensqualität scheint München zu garantieren. Aber auch als dynamischer Wirtschaftsstandort mit Unternehmen wie BMW, Siemens, Google oder Airbus ist München bekannt. Ein genauer Blick auf die konkreten Zahlen zeigt aber: Finanziell ist München nicht unbedingt leicht zu handhaben. Sie ist in unserem Städteranking die teuerste Großstadt Deutschlands, aber auch die sicherste.

  • Bei unserem Ranking hat sich gezeigt, dass insbesondere die Mieten – wenig überraschend –enorm hoch sind. Der durchschnittliche Mietpreis pro Quadratmeter (10,25 Euro) liegt 25 Prozent über dem ermittelten Durchschnitt der im Ranking teilnehmenden Städte (8,20 Euro).
  • Die Mietpreis-Einkommensrelation überschreitet den Durchschnitt (27,3 Prozent) aber nur geringfügig um 1 Prozent.
  • Das benötigte Brutto-Jahreseinkommen, um finanziell sorgenfrei zu sein, übersteigt alle anderen Städte Deutschlands bei Weitem: Ein Einwohner der untersuchten Großstädte braucht durchschnittlich 33.713 Euro, um Miete, Nebenkosten und alltägliche Ausgaben decken zu können und im Idealfall etwas Geld beiseite zu legen. Der Münchener braucht dafür 54.014 Euro, also 60 Prozent mehr.
  • Auch beim Thema Arbeitsplätze und Beschäftigung liegt München weit vorne: Die Arbeitslosenrate beträgt nur 3,8 Prozent und ist fast halb so hoch wie im errechneten Durchschnitt (7,2 Prozent).
  • Auffällig ist, dass München mit einer herausragenden Kaufkraft punkten kann (30.074 Euro pro Einwohner), die den errechneten Durchschnitt von 23.959 Euro zu circa 26 Prozent überschreitet.
  • Außerdem fällt auf, dass die bayerische Landeshauptstadt auffallende Werte beim Thema Sicherheit aufweisen kann: Wohingegen der Durchschnitt der teilnehmenden Städte bei 42 Gewalttaten pro 10.000 Einwohner liegt, sind es in München nur 27 Verbrechen. Zum Vergleich: In Dortmund liegt die Zahl bei 52 und ist damit fast doppelt so hoch wie in München.
  • Zuletzt punktet München aber auch mit insgesamt 13 Feiertagen pro Jahr. In Berlin sind es zum Beispiel nur 9 Feiertage.

Unterm Strich heißt das: München ist eine tolle und vor allem sichere Stadt. Wer all diese Vorzüge genießen möchte, braucht aber ein hohes Budget, um gut und sorgenfrei leben zu können. Als Arbeitnehmer ist es deshalb besonders wichtig, auf ein angemessenes Einkommen zu achten. Wie Du den Wunsch nach einer Gehaltsverhandlung ansprechen kannst oder wie Du bei einem Vorstellungsgespräch richtig verhandelst, verraten wir Dir in unseren Magazinbeiträgen.

In unserer Jobbörse findest Du viele tolle Stellenangebote deutschlandweit. Suchst Du dagegen ausschließlich nach dem richtigen Job für Dich in München, können wir Dir gezielt weiterhelfen.

Köln: Gute Kostenrelationen bei Miete & Co.

Köln im Städteranking

In der Rheinmetropole Köln haben sich insbesondere die Industriebranchen Chemie und Pharma sowie der Maschinenbau angesiedelt. Aber auch als Medienstandort hat Köln sich etabliert. Unser Ranking zeigt, dass es sich hierbei um eine sehr lebenswerte Stadt handelt.

  • Wenig überraschend kann Köln mit einer hohen Bar- und Restaurantdichte punkten (28,7 pro 10.000 Einwohner) und belegt in unserem Ranking damit den dritten Platz, nach Düsseldorf und Frankfurt am Main.
  • Zudem liegt der benötigte Brutto-Jahreslohn unter dem ermittelten Durchschnitt von 33.173 Euro: Ein Kölner braucht etwa 2.000 Euro weniger im Jahr, um von seinem Gehalt gut leben zu können.
  • Die Mietpreise sind mit 8,62 Euro pro Quadratmeter um 0,42 Euro teurer als im Ranking-Durchschnitt.
  • Die Mietpreis-Einkommen-Relation zeigt aber, dass die Kölner 2 Prozent mehr ihres Einkommens als der Ranking-Durchschnitt (27,3 Prozent) für Ihre Miete zahlen müssen.
  • Bei dem Thema Gehaltszufriedenheit entspricht Köln mit einem Wert von 3,53 etwa dem Durchschnitt unseres Städterankings.
  • Die Kölner haben 11 Feiertage pro Jahr, was identisch mit der durchschnittlichen Menge in unserem Ranking ist.
  • Die Sicherheit ist in Köln dagegen niedriger als im Durchschnitt (42 Taten pro 10.000 Einwohner): In Köln sind es 52 Gewalttaten.
  • Der Schuldenstand Kölns ist mit 2.847 Euro pro Kopf niedriger als der Ranking-Durchschnitt von 3.417,30 Euro.
  • Die Arbeitslosenquote liegt bei 8,1 Prozent. Damit belegt Köln Platz 4 der höchsten Arbeitslosenquote im Ranking.

Das Ergebnis: Wenn Du an einer entspannten und multikulturellen Stadt im Herzen Europas, mit guten Preisverhältnissen und einer akzeptablen Gehaltszufriedenheit suchst, könnte Köln Dir beste Voraussetzungen dafür bieten. Hier findest Du übrigens spannende Jobs in Köln, die für Dich in Frage kommen könnten.

Frankfurt am Main: Hohes Finanzniveau, guter Wohlstand

Frankfurt am Main im Städteranking

Frankfurt am Main ist als Niederlassungsort zahlreicher Bankkonzerne nicht nur eines der wichtigsten Finanzzentren Deutschlands, sondern ist diesbezüglich auch von Weltrang. Doch nicht nur die Lage im Herzen Europas und die hervorragende Anbindung an den Verkehr sprechen für die Wirtschaftsmetropole.

  • Frankfurts Kaufkraft liegt bei 25.761 Euro und damit etwa 2.000 Euro über dem Ranking-Durchschnittswert.
  • Der Mietpreis pro Quadratmeter beträgt etwa 9,13 Euro. Damit belegt Frankfurt Platz 2 der teuersten Mietkosten in unserem Ranking.
  • Auch der benötigte Brutto-Jahreslohn überschreitet mit 39.196 Euro deutlich den Mittelwert des Rankings (33.173 Euro).
  • Beim Thema Bar- und Restaurantdichte kann Frankfurt hingegen mit einem Wert von 30 aufwarten und belegt damit Platz 2 in unserem Ranking.
  • Der Schuldenstand der öffentlichen Haushalte Frankfurts (2.168 Euro) ist deutlich niedriger als der Mittelwert von 3.417,30 Euro pro Einwohner.
  • Die durchschnittliche Kriminalitätsrate (42 Gewalttaten pro 10.000 Einwohner) überschreitet Frankfurt etwas mit 46 Gewalttaten.
  • In Frankfurt gibt es zehn Feiertage pro Jahr und damit einen weniger als im Mittelwert des Städtevergleichs.

Das heißt in der Summe: Frankfurt überrascht mit einer ausgeprägten Ausgehkultur, ist aber absolut keine günstige Stadt. Trotzdem ist der Standort wirtschaftsstark und verlangt nach gut ausgebildeten Fachkräften, vor allem im Finanzsektor. Wenn Du nach einem anspruchsvollen Job in der hessischen Metropole suchst, kannst Du Dich in unserer Jobbörse nach passenden Stellenangeboten in Frankfurt umsehen.

Stuttgart: Der Sieger beim Thema Lebensqualität

Stuttgart im Städteranking

Stuttgart ist besonders bekannt für seine starke Automobilindustrie und den Wohlstand der öffentlichen Haushalte. Das erkennen immer mehr Menschen, denn die Stadt wächst zwar langsam, aber stetig. Mögliche Gründe zeigen die fast ausnahmslos guten Werte des Städterankings auf:

  • In Stuttgart sind die Arbeitnehmer unseres Städtechecks am zufriedensten mit ihrem Gehalt: Mit dem Top-Wert von 3,63 ergattert Stuttgart Platz 1 im Ranking um die Gehaltszufriedenheit.
  • Bei den Mietpreisen liegt die Landeshauptstadt Baden-Württembergs mit 8,80 Euro nur leicht über dem Durchschnitt (8,20 Euro).
  • Trotzdem zahlen die Stuttgarter nur rund 27 Prozent ihres Einkommens für die Miete und liegen damit sogar etwas unter dem Durchschnitt (27,3 Prozent).
  • Auch bei den Feiertagen sieht es in Stuttgart bestens aus: Mit insgesamt 12 Feiertagen im Jahr belegt die Stadt am Neckar Platz 2 in unserem Ranking hinter München.
  • Ein weiterer Bonus: Auch Stuttgart kann mit ungefähr 100 Sonnenstunden mehr im Jahr punkten, verglichen mit dem Ranking-Durchschnittswert.
  • Die Schulden der öffentlichen Haushalte liegen lediglich bei 51 Euro pro Einwohner. Damit erreicht Stuttgart einen absoluten Rekordwert im Vergleich zu den anderen Großstädten (der Durchschnittswert liegt bei 3.417 Euro pro Kopf).

In der Summe zeigt sich: Stuttgart ist der geheime Renner unter unseren Großstädten. Denn in allen untersuchten Kategorien kann Stuttgart hoch punkten. Wenn Du nach einer Stadt mit hoher Lebensqualität suchst, bist Du hier definitiv richtig.

Du bist überzeugt und für Dich kommt ein Job in Stuttgart durchaus in Frage? In unserer Jobbörse findest Du gezielt passende Jobs in Stuttgart.

Düsseldorf: Bei Weitem unterschätzt

Düsseldorf im Städteranking

Wusstest Du, dass das New Yorker Beratungsunternehmen Mercer Düsseldorf unter die 10 beliebtesten Städte zum Leben weltweit gewählt hat? Oder, dass Düsseldorf europaweit der drittwichtigste Standort für ausländische Direktinvestitionen ist? Wichtiger sind nur Greater London und Paris Ile de France. Wie steht es aber im Detail um das Thema Lebensqualität in Düsseldorf?

  • Der benötigte Brutto-Jahreslohn ist in Düsseldorf (33.209 Euro) etwas geringer als im Ranking-Durchschnitt (33.713 Euro).
  • Der Mietpreis pro Quadratmeter liegt bei 8,58 Euro und damit nur 0,38 Euro über dem durchschnittlichen Preisniveau des Rankings.
  • Die Kaufkraft pro Einwohner (26.690 Euro) ist etwas höher als der Durchschnittswert. Damit folgt Düsseldorf München auf Platz 2 der höchsten Kaufkraft im Ranking.
  • Düsseldorf hat den zweitniedrigsten Schuldenstand der öffentlichen Haushalte im Ranking: der Wert liegt bei 564 Euro pro Kopf.
  • Noch eine Überraschung: Düsseldorf führt das Ranking bei der Bar- und Restaurantdichte an und übertrifft mit einem Wert von knapp 34 mit großem Abstand die Millionenstädte Berlin, Hamburg und München bei Weitem.
  • Bei der Sicherheit kann Düsseldorf punkten: Hier ist die Kriminalitätsrate mit 37 Gewalttaten pro 10.000 Einwohner deutlich niedriger als der Mittelwert von 42.
  • Die Menge von 11 Feiertagen in Düsseldorf entspricht dem Ranking-Durchschnittswert.

Fazit: Düsseldorf ist eine sehr lebenswerte Stadt, die zwar wesentlich kleiner als die deutschen Millionenmetropolen ist, dafür aber trotzdem mit guter Wirtschaftsstärke und einem passablen Preisniveau besticht. Wenn Düsseldorf für Dich als Jobstandort in Frage kommt, bieten wir Dir hier passende Stellenangebote für die Region Düsseldorf.

Dortmund: Zweitniedrigste Ausgaben im Städtevergleich

Dortmund im Städteranking

  • Dortmund ist nicht nur ein bedeutendes Industrie- und Logistikzentrum. So hat sich im Jahr 2017 das Investitionsvolumen um 10 Prozent gesteigert im Vergleich zum Vorjahr. Die Tendenz ist steigend, denn die Stadt entwickelt sich zunehmend weiter, insbesondere in der Immobilien- und Logistikbranche. Doch ist Dortmund auch eine lebenswerte Stadt? Dortmund hat aktuell die zweitniedrigste Kaufkraft in unserem Ranking: Sie beträgt 20.625 Euro pro Kopf.
  • Gleichzeitig ist der Schuldenstand der öffentlichen Haushalte recht hoch: Hier erreicht die Stadt ein Minus von 4.022 Euro pro Einwohner.
  • Die Sicherheit ist unter den untersuchten Städten in Dortmund am geringsten: Hier liegt sie bei 52 Gewalttaten pro 10.000 Einwohner und ist damit um etwa ein Viertel höher als im Durchschnitt der untersuchten deutschen Städte.
  • Besser steht es im Vergleich mit den anderen Großstädten beim Thema Mietkosten: Hier liegt der durchschnittliche Mietpreis pro Quadratmeter bei 6,51 Euro und ist damit der zweitniedrigste im Gesamtranking. Günstiger wird es nur in Leipzig.
  • Auch bei der Relation von Mietpreis und Einkommen liegt Dortmund weit vorn: Mit 25,7 Prozent legt Dortmund den zweitniedrigsten Wert im Ranking vor.
  • Auch der benötigte Brutto-Jahreslohn ist mit 25.827 Euro recht niedrig.
  • Die Zufriedenheit mit dem Gehalt entspricht in der Rhein-Ruhr-Metropole mit einem Wert von 3,53 etwa dem durchschnittlichen Rankingwert.
  • Auch mit 11 Feiertagen pro Jahr entspricht Dortmund genau dem Durchschnitt.
  • Bezüglich Bars und Restaurants liegt Dortmund auch unter dem ermittelten Durchschnitt: Hier sind es 24,2 je 10.000 Einwohner.

Unterm Strich heißt das: Dortmund ist sicherlich keine Metropole von Weltrang, leben lässt es sich hier trotzdem gut. Denn insbesondere Mietkosten sind hier deutlich bezahlbarer als in anderen Großstädten, sodass am Ende des Monats etwa fünf Prozent mehr vom Gehalt übrigbleiben als beispielsweise in der Nachbarstadt Düsseldorf. Zwar kann die Stadt zum Beispiel nicht mit der Lebensqualität von Stuttgart mithalten, es dürfte aber trotzdem interessant sein, das örtliche Wirtschaftswachstum und die Steigerung der Lebensqualität weiter zu beobachten.

Essen: Günstige Preise, geringere Arbeitsstunden

Essen im Städteranking

Essen ist nicht unbedingt die erste Stadt, an die man denkt, wenn man den Ausdruck lebenswerte Großstadt hört. Doch ist Essen allein wirtschaftlich betrachtet weitaus bedeutender, als Du vielleicht annimmst. Beispielsweise sind hier fünf der 50 umsatzstärksten deutschen Unternehmen ansässig, dazu gehören Thyssen Krupp oder RWE. Bei der Gesamtwertung der Lebensqualität in Essen zeigen sich folgende Ergebnisse:

  • Der Mietpreis pro Quadratmeter ist mit 6,99 Euro recht niedrig. In unserem Städteranking belegt Essen damit Platz zwei der günstigsten Mietpreise.
  • Essen ist aber auch beim Thema Sicherheit die Stadt mit den zweitwenigsten Gewalttaten pro 10.000 Einwohner, hier sind es nämlich 35.
  • Zudem sind die Essener mit ihren Gehältern recht zufrieden, der Wert liegt hier bei 3,56 und ist damit der zweithöchste im Ranking.
  • Die Mietpreis-Einkommen-Relation ist mit einem Wert von 27,1 Prozent im Rankingvergleich fast identisch mit dem Mittelwert (27,3 Prozent).
  • Die Kaufkraft (22.016 Euro) liegt ungefähr 2.000 Euro unter dem Durchschnittswert des Rankings (23.959,10 Euro).
  • Die Verschuldung der öffentlichen Haushalte übersteigt den Durchschnitt von 3.417,30 Euro pro Einwohner deutlich: Sie beträgt hier 5.677 Euro.
  • Die Bar- und Restaurantdichte unterschreitet mit einem Wert von 25 den Ranking-Durchschnitt (26,5) nur geringfügig.
  • Ähnlich wie auch in den Nachbarstädten Dortmund und Düsseldorf, gibt es hier 11 Feiertage pro Jahr.

So zeigt sich: Essen ist, ähnlich wie auch Dortmund, eine Stadt, in der man günstiger wohnen kann, als in den meisten deutschen Großstädten. Trotzdem hat die Stadt keine unbeträchtlichen Schulden, was sich auf das Stadtbild und die Lebensqualität auswirkt. Solltest Du Essen unterschätzen? Nicht unbedingt. Denn laut der Huffington Post ist Essen stark im Kommen. Wir sind gespannt!

Leipzig: Geringe Schulden, niedrige Mietpreise

Leipzig im Städteranking

Mit der jährlich stattfindenden Buchmesse, einer bedeutungsträchtigen Historie und einem schönen Umland bildet Leipzig eine bedeutende Kulturlandschaft in Deutschland. Doch entscheiden nicht nur diese Punkte über die Frage nach der Lebensqualität. Auch Miete, Schulden und Sicherheit spielen eine wichtige Rolle.

  • Leipzig hat einen vergleichsweise geringen Schuldenstand: Die Stadt kommt auf 1.251 Euro pro Einwohner und liegt damit circa zwei Drittel unter dem ermittelten Durchschnitt.
  • Die Mietpreise erreichen hier das Ranking-Minimum: Im Mittel zahlt man 6,11 Euro pro Quadratmeter.
  • Auch bei dem Verhältnis von Mietpreis und Einkommen zeigen sich die Kostenvorteile in Leipzig: Hier entfallen nur 22 Prozent des Einkommens auf die Mietkosten.
  • Auch das benötigte Brutto-Jahreseinkommen ist entsprechend niedriger und liegt bei 24.539 Euro. Damit ist es nur halb so hoch wie zum Beispiel in München.
  • Beim Thema Sicherheit liegt Leipzig mit einem Wert von 39 unterhalb der durchschnittlichen Rate von 42 Gewalttaten pro 10.000 Einwohner.
  • Mit 12 Tagen pro Jahr belegt Leipzig gemeinsam mit Stuttgart Platz 2 der meisten Feiertage.
  • Die Bar- und Restaurantdichte ist dagegen am niedrigsten in Leipzig: Die Stadt kommt auf nur 17,7 Lokale je 10.000 Einwohner.

Zusammengefasst: Du solltest die kleinste der 10 Großstädte unseres Rankings nicht unterschätzen: Denn Karrierechancen gibt es hier vor allem im Logistikbereich durch ansässige Unternehmen wie DHL oder Amazon. Zwar ist hier das Lohnniveau niedriger, dafür aber auch die Kosten.

Leipzig hat Dein Interesse geweckt? Schau am besten in unsere Jobbörse: Möglicherweise haben wir hier ein passendes Stellenangebot für Dich!

Zur Methodik des Städterankings

Verglichen haben wir die zehn größten Städte Deutschlands hinsichtlich relevanter Kriterien zu den Themen Arbeitsleben, Finanzen und Lebensqualität. Laut dem Statistik-Portal statista (Stand: 31. Dezember 2016) sind die folgenden zehn die größten Städte Deutschlands:

  1. Berlin: 3.574.830 Einwohner
  2. Hamburg: 1.810.438 Einwohner
  3. München: 1.464.301 Einwohner
  4. Köln: 1.075.935 Einwohner
  5. Frankfurt am Main: 736.414 Einwohner
  6. Stuttgart: 628.032 Einwohner
  7. Düsseldorf: 613.230 Einwohner
  8. Dortmund: 585.813 Einwohner
  9. Essen: 583.084 Einwohner
  10. Leipzig: 571.088 Einwohner

 

  • Als Grundlage für unsere Aufstellung haben wir mehrere Untersuchungen herangezogen. Dazu gehört die umfassende Untersuchung „Wo lebt es sich am besten? Die große Deutschland-Studie“, die das ZDF im Mai 2018 veröffentlicht hat. Dabei wurden 401 Landkreise und Städte hinsichtlich verschiedenster Kriterien aus den Bereichen Arbeit & Wohnen, Freizeit & Natur, sowie Gesundheit & Sicherheit untersucht. Alle Werte, abgesehen von der Gehaltszufriedenheit und dem benötigten Brutto-Jahreseinkommen, haben wir aus den Datensätzen des ZDF bezogen. Ein wichtiger Hinweis: Wenn wir von Durchschnittswerten sprechen, handelt es sich hierbei nicht um die Durchschnittswerte im gesamtdeutschen Ranking, sondern um die Durchschnittswerte der zehn untersuchten Großstädte.
  • Zusätzlich haben wir den aktuellen Gehaltszufriedenheitsindex 2017 (Stand: September 2018) der Arbeitgeber-Plattform kununu herangezogen. Er gibt an, wie zufrieden Arbeitnehmer mit ihrem Gehalt in verschiedenen Städten sind.
  • Letztlich haben wir auch die Daten einer Studie des Börsenportals Finanzen 100 ausgewertet, das zu Focus Online gehört. Dabei wurde berechnet, wieviel Gehalt man benötigt, um ein gutes Leben führen zu können. Berücksichtigt wurden hierbei Werte zur Kaltmiete, den Nebenkosten, alltäglichen Ausgaben und Geld zum Sparen.

Wo zieht es Dich hin?

Wir hoffen, unser Städtecheck konnte Dir wichtige Fragen zum Thema Lebensqualität in deutschen Großstädten beantworten. Dich hat eine der Städte schon immer angezogen und Du ziehst ein Leben dort in Erwägung? Dann helfen wir Dir gerne bei Deiner Suche nach dem passenden Job weiter. Wir freuen uns auf Dich!

Bildnachweis: Titelbild: © gettyimages/MarkusBeck, Bild 1: © gettyimages/golero, Bild 2: © gettyimages/querbeet, Bild 3: © gettyimages/jotily, Bild 4: © gettyimages/horstgerlach, Bild 5: © gettyimages/Nikada, Bild 6: © gettyimages/Borisb17, Bild 7: © gettyimages/jotily, Bild 8: © gettyimages/TommL, Bild 9: © gettyimages/justhavealook, Bild 10: © gettyimages/Flori0.

18.09.2018

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