Magazin
Karriere, Work-Life-Balance und Lifestyle – mit unserem Magazin bleibst Du up-to-date.

Karriereplanung: strategische Ziele geplant erreichen

30.10.2018
Junge mit Rakete auf dem Ruecken

Lässt sich Karriere überhaupt planen? Und ist eine Karriereplanung das Richtige für Dich? Wir zeigen Dir gemeinsam mit Coach Oliver Theißing, warum und wann eine Karriereplanung sinnvoll sein kann, was Du dabei unbedingt beachten solltest und wie Du realistische Karriereziele für Dich festlegen kannst.

Ist eine strategische Karriereplanung sinnvoll für mich?

Hast Du gar keine Lust mehr auf Deinen Job und quälst Dich förmlich täglich zur Arbeit? „Viele Menschen arbeiten täglich etwas, was Sie nicht zufriedenstellt, sind mit den Rahmenbedingungen des Jobs unzufrieden oder verfolgen Richtungen, die sie nicht selbst bestimmt haben“, weiß Karrierecoach Oliver Theißing und damit ist bereits klar: Du bist nicht allein. Beruhigend klingt das im ersten Moment nicht, hilft aber Deine Situation besser einordnen zu können.

„Manche Arbeitnehmer verfolgen auch für sie nicht erreichbare Ziele“ und „das führt häufig zu einer bewussten oder unbewussten Unzufriedenheit und man quält sich morgens zum Job“. Dass das sowohl für Dich als Arbeitnehmer als auch für Deinen Arbeitgeber eine unglückliche Situation darstellt, liegt für den Karrierecoach auf der Hand. „Auch für Deinen Arbeitgeber ist es schädlich, denn innere Kündigungen führen zum deutlichen Leistungsabfall.“

Laut Oliver Theißing ist es daher immer sinnvoll, sich frühzeitig Gedanken über sich und seine Karriere zu machen, denn „(radiale) Jobwechsel sind irgendwann kaum mehr umsetzbar und Situationen bleiben wie sie sind. Daher ist es nie zu früh für strategische Karrieregedanken.“ Selbst wenn Du eigentlich zufrieden bist in Deinem Job, schadet es nicht eine strategische Planung für Deine Karriereziele zu erarbeiten.

Tipp: In unserem Magazin findest Du hilfreiche Artikel, die für Dich und Deine Karriere spannend sein können. Unter anderem, welche Karrierewege im Online-Marketing möglich sind.

Oliver Theißing
Portrait Oliver TheissingSeit mehr als 20 Jahren ist Oliver Theißing als interner Berater in der Assekuranz (Versicherung) tätig. Training und Coaching sind integrale Bestandteile seiner Tätigkeit. Seit 2010 ist er zudem freiberuflich als Coach tätig und begleitet Menschen in ganz unterschiedlichen Fragestellungen. Seit einigen Jahren bringt er das Thema Coaching Studenten im Rahmen eines Lehrauftrages näher.

Wann fange ich mit der Karriereplanung am besten an?

„Der erste sinnvolle Moment ist der Moment, in dem ich mich für eine Studienrichtung oder einen Ausbildungsberuf entscheide. Hier werden wesentliche Weichen für die spätere Tätigkeit gelegt“, so Oliver Theißing. Leider ist das in der Realität eher die Seltenheit, weiß der Experte, denn „oftmals sind diese Entscheidungen erschreckend leichtfertig gefällt“. Unentschlossenen kann somit bereits vor dem eigentlichen Karrierebeginn eine gecoachte strategische Karriereplanung helfen.

„Nach dem Einstieg in die berufliche Tätigkeit und den ersten Berufserfahrungen sollte man dann erneut reflektieren, wohin die eigene Reise gehen soll und kann.“ Ein Coach kann in diesem Fall seinen Klienten über einen längeren Zeitraum begleiten und ihn regelmäßig in schwierigen Situationen unterstützen. „Da sich eigene Einstellungen, Rahmenbedingungen etc. oft verändern, ist ein regelmäßiges Sparring empfehlenswert“ und der Klient kann dabei seine Entscheidungen bewusster treffen.

Lupe und Holzstein mit Druck

Individuelle Karriereplanung

Wie der Name schon sagt, geht es bei der individuellen Karriereplanung um Dich als Individuum. Das mag banal klingen, jedoch nehmen sich die wenigsten Menschen ausreichend Zeit, über sich und ihre berufliche Zukunft nachzudenken. Zum einen, weil sie nicht wollen, zum anderen, weil immer irgendwie die Zeit fehlt. Zudem wissen viele einfach nicht, wie sich herausfinden lässt, welche Karriere zu ihnen passen würde.

Hier weiß Oliver Theißing Rat: Um herauszufinden, welche Karriere die richtige für Dich ist, „muss man herausfinden, was einem wichtig ist. Dabei sind zwei Dinge abzusichern: Was einem selbst und wirklich wichtig ist. Wir Menschen stellen uns diese Fragen oft nicht konkret und konsequent genug und wundern uns teilweise über die Antworten, die wir in einem Coachingprozess dazu erarbeiten.“ Dabei kann es auch helfen, erstmal „zu erarbeiten, welcher Typ (…) man selbst ist“. Das könne laut dem Experten die Chance erhöhen, einen wirklich passenden Job für sich zu finden.

Passt Dein Wertesystem zu Deinem Karriereziel?

Um herauszufinden, ob die nächste Stufe auf der Karriereleiter zu Deiner Einstellung passt, „hilft auch eine persönliche Definition von Karriere. Gesellschaftlich wird Karriere immer mit Einkommen, Macht oder Führung assoziiert und der Reiz besteht in der sozialen Anerkennung, die man genießt. Man sollte prüfen, ob dies dem eigenen Wertesystem entspricht.“ Nicht jeden wird ein hohes Einkommen automatisch glücklicher machen. Passt der Job nicht zu Dir und Deinen Werten, wird das Glück nicht von Dauer sein. „Neigungen, Abneigungen, Fähigkeiten und Kompetenzen bilden sich schon früh in unserem Leben aus und wenn wir es schaffen, diese deckungsgleich mit unseren Aufgaben zu bekommen, hat Karriere die Chance, uns auch zufriedenzustellen“, so Oliver Theißing.

Tipps zur individuellen Karriereplanung

Du musst wissen, was Du möchtest und in etwa wissen, wie Du Dein Karriereziel erreichen kannst. Das sagt sich so leicht, ist aber gar nicht so einfach. Denn auch wenn Du Deine Karriere strategisch planst, verbergen sich während des Aufstiegs Deiner Karriereleiter einige Gefahren. „Wenn wir außerhalb unserer Fähigkeiten und Neigungen planen und Ziele verfolgen, die nicht die eigenen sind“, wird bereits ein großer Fehler begangen, denn das kann auf Dauer nicht zufriedenstellend sein. Mach Dir also immer wieder bewusst, dass es bei der Planung um Dich geht, nicht um Deine Eltern, Deine Kollegen oder Deinen alten Schulfreund.

verzweifelte Frau vor Gebaeude

Dein Karriereziel ist ein Fehler?

„Manchmal erkennt man bei Erreichen seines Karriereziels, dass dieses gar nicht zufriedenstellend ist“, weiß der Experte. Ein klassisches Beispiel seien dabei Führungskräfte, „die lange auf eine Führungsposition hingearbeitet haben, dann aber erkennen, dass Führung gar nicht das ist, was sie gern tun“. Ein weiterer Fehler könne zudem darin bestehen, jahrelang ein Ziel anzustreben, „das uns unser Umfeld nicht zutraut“. Daher liegt es nahe, dass „auch die Arbeit an Selbst- und Fremdbild Teil der Karriereplanung sein können“, so Theißing. Das heißt, im ersten Schritt musst Du Dich und Deine Tätigkeit reflektieren und diese „Prüfung“ dann regelmäßig wiederholen. „Ebenso ist wichtig, gesetzte Ziele regelmäßig neu zu prüfen. Heute ist alles in Bewegung, neue Optionen ergeben sich und unsere Ziele dürfen nicht statisch sein.“ Das heißt, Deine Karriereplanung sollte zumindest etwas Flexibilität zulassen.

Plane Deine Karriere realistisch!

Um Deine Karriere selbst zu planen, ohne dass Du dabei in Deine Phantasiewelt abdriftest, brauchst Du Feedback von außen. Das kann für manch einen vielleicht etwas ernüchternd ausfallen, ist aber unbedingt notwendig, um sich und seine Leistungen besser reflektieren zu können. „Viele relevante Dinge liegen teilweise außerhalb unseres eigenen Wahrnehmungsbereiches oder deren Relevanz ist uns nicht bewusst. Es gilt sich konstruktives, ehrliches und richtungsfreies Feedback einzuholen“, so der Experte und fügt hinzu, dass es sehr schwer sei, dies aus seinem Umfeld zu bekommen. „Daher ist professionelles Coaching hierbei sehr hilfreich.“

Den richtigen Sparringpartner zu finden, sei laut Oliver Theißing eine wichtige Aufgabe, denn: „Es müssen auch Rückschläge eingeplant werden. Kaum eine Karriere verläuft optimal, aus den schwierigen Situationen lernen wir und auch auf diese sollte man sich vorbereiten.“ Daher kann ein professioneller Ansprechpartner in brenzligen und ungewohnten Situationen hilfreich sein. Wenn Familie, Freunde oder alte Arbeitskollegen ein offenes und ehrliches Verhältnis zu Dir pflegen, ist deren Rat und Feedback genauso gefragt. Aber das ist wichtig: Am Ende entscheidest Du ganz allein, was gut für Dich sein könnte und was nicht!

Kollegen vor Laptop im Buero

Individuelle Karriereplanung mit dem Arbeitgeber abstimmen

„Als Erstes sollte man sich selbst über seine Wünsche klar werden“, empfiehlt der Experte und rät dazu, seine Wünsche mit den Rahmenbedingungen abzugleichen. Ist das geschehen, „ist der Arbeitgeber ein wichtiger Teil zur Zielerreichung. Förderer und Unterstützer sind zu gewinnen.“ In seltenen Fällen kommt der Arbeitgeber auch auf seine Mitarbeiter zu, um mögliche Karriereschritte zu besprechen, weiß Oliver Theißing: „So werden Potenzialträger gebunden und entwickelt.“

Leider sei das aber eher nur in großen Unternehmen der Fall und „dann oftmals zu wenig“. Wenn Du Deine Karriere strategisch angehen möchtest, musst also Du in den meisten Fällen bei Deinem Arbeitgeber nach möglichen Chancen und Karrieremöglichkeiten fragen.

Welches Gehalt ist für meine Karriere angemessen und realistisch?

Neben der Empfehlung, sich im Internet und bei diversen Jobportalen über mögliche Gehälter zu informieren, „ist Gehalt auch abhängig von Unternehmenswerten und –kultur und dem, was ich einem Arbeitgeber biete. Viele Vergütungsstrukturen sind im Wandel und in Entwicklung und Gestaltung flexibler als früher.“ Bevor Du Dich allerdings zu sehr auf das Gehalt versteifst, geht der Trend seit längerer Zeit eher in eine andere Richtung. „Vielen Bewerbern ist heute das Thema Work-Life-Balance gleichermaßen wichtig wie die Entlohnung. Die Rahmenbedingungen des Arbeitsplatzes bilden mit der reinen Vergütung ein Gesamtpaket.“

Zahlreiche Firmen, von denen Du einige auch auf unserer Avantgarde-Jobbörse findest, bieten ihren Arbeitgebern attraktive Zusatzleistungen am und um den Arbeitsplatz an. „Wenn man eine wertgeschätzte Aufgabe gefunden hat, die die persönlichen Kompetenzen, Wünsche, Fertigkeiten und Werte berücksichtigt, ist das Vielen wichtiger als die letzte Gehaltsspitze“, so Oliver Theißing. Und um als Arbeitgeber wettbewerbsfähig zu bleiben, orientieren sich viele Unternehmen zunehmend an diesem Trend. Wenn Du Dich in einem festen Arbeitsverhältnis befindest und Dich vor allem das derzeitige Gehalt „stört“, findest Du in unserem Beitrag „Gehaltsverhandlungen erfolgreich führen“ hilfreiche Tipps, wie Du im nächsten Gespräch Dein Gehalt ansprechen kannst.

Beine stehen auf Pfeil, der in zwei Richtungen zeigt

Karriereplan erstellen: Karriereziele nach Plan definieren

Um die Tipps zur Erstellung Deines Karriereplans umzusetzen, ist es hilfreich zu wissen, was Du tun solltest:

  • Finde heraus, wo der Schuh drückt oder was Du Dir in Zukunft gut vorstellen könntest.
  • Orientiere Dich und überlege, was Du Dir wirklich wünschst und was realistisch sein könnte.
  • Hol Dir dafür Feedback von außen
  • und ziehe professionelle Hilfe in Erwägung.
  • Frage Dich, wie wichtig Dir Dein Job im Vergleich zu Deinem Privatleben ist, welche persönlichen Werte für Dich bei der Arbeit wichtig sind und was Du kurz-, mittel- und langfristig erreichen möchtest.
  • Sprich mit Deinem derzeitigen Arbeitgeber oder zukünftigen Arbeitgeber.

Soweit so gut. Aber welche Möglichkeiten zur Erstellung eines Karriereplans gibt es in der Praxis?

Mann zufrieden in Buero

Vertikale Karrierepläne erstellen: So klappt‘s

Hast Du die oben aufgeführten Tipps und Ratschläge verinnerlicht, kannst Du Dich an den praktischen Teil wagen. Da es viele Varianten von Karriereplänen gibt, möchten wir Dir gerne zwei Möglichkeiten einer vertikalen Karriereplanung vorstellen:

Stufe für Stufe: Die lineare Karriereplanung

Die klassische Planung einer Karriere ist das Stufenmodell. Du steigst bei einer Firma ein und arbeitest Dich Stufe für Stufe hoch. In manchen Unternehmen wird nach Betriebszugehörigkeit mit festen Gehältern befördert, dann ist eine Erstellung Deines Karriereplans einfach. Aber auch wenn Dein Unternehmen keine festen Strukturen hat, lassen sich meist Tendenzen erkennen. Beispielsweise könnten die ersten Schritte Deines Plans dann ganz vereinfacht so aussehen:

  • Schritt 1: Einstieg am 01.05.2019 / Gehalt X
  • Schritt 2: Beförderung am 01.05.2021 / Gehalt 10% > X
  • Schritt 3: Zweite Beförderung 01.05.2022 / Gehalt 5% > X oder alternativ ein Jobwechsel

Da aber immer glückliche und unglückliche Umstände zu schnelleren oder langsameren Abläufen führen können, birgt eine so linear ausgerichtete Stufenplanung gewisse Risiken. Da Rückschläge und unvorhersehbare Gegebenheiten hier nicht eingerechnet werden. Es gibt kaum Möglichkeiten umzuplanen oder auszuweichen.

Tipp: In unserem Magazin findest Du tolle Tipps für die Vorbereitung und Durchführung von Deinem Beförderungsgespräch.

Kreativ und flexibel die Karriereleiter hoch

Dein Karriereplan soll nicht so starr sein? Dann kannst Du ihn auch etwas kreativer gestalten. Überlege Dir dafür Antworten auf folgende Fragen:

  • Welche Aufgaben möchtest Du in Zukunft gerne übernehmen?
  • Welche Auswirkungen könnte das auf Deine anderen Lebensbereiche haben?
  • Welche Positionen oder Abteilungen kommen dafür in Frage?
  • Welche Fortbildungen oder Weiterbildungen brauchst Du dafür?
  • Welche Arbeitgeber oder welches Arbeitsumfeld sind dafür notwendig?

Alle Antworten werden notiert und wie eine Mindmap gestaltet. Was Dir wichtig ist, in unserem Beispiel ist es die Work-Life-Balance, wird größer geschrieben und ist eher in der Mitte verankert, drum herum entstehen die weiteren Themenbereiche.

Schaubild Beispiel kreative Karriereplanung

Wichtige Faktoren bei der Karriereplanung

Hast Du Dein Modell gefunden und fixiert, kommt der schwierige Teil: Du musst konkret werden.

  • Lege eine konkrete Richtung Deiner Karriere fest. Das muss keine Position sein, der Arbeitsbereich reicht fürs Erste.
  • Überlege, wo Du jetzt grade stehst und wie Du die fehlende Qualifikation konkret erreichen kannst. Schreibe alles auf, was Dir noch fehlt.
  • Sprich Deine Überlegungen mit Deiner Familie oder Deinem Partner ab. Wo kann er helfen und was bedeutet welcher Schritt für Euch beide?
  • Überlege Dir nach den Gesprächen, welche Kompromisse Du Dir wegen des Jobs leisten kannst und willst.
  • Frage Dich, was Deine Karriereplanung finanziell für Dich bedeutet?

Karriereplanung mit Coach

Bei der Zusammenarbeit mit dem Coach stehst ganz klar Du und das, was Du bereits erreicht hast und noch erreichen willst im Mittelpunkt: „Häufig arbeiten wir an den eigenen Werten, ermitteln die persönlichen Kompetenzen und Zu- und Abneigungen, um dann einen Abgleich mit den Karriereoptionen zu machen. Hier hilft es, ein Karrierechart der Vergangenheit zu erstellen. Auf dieser Basis lässt es sich gut in die Zukunft planen.“ Um das Coaching zielführend und individuell besser gestalten zu können, nutzt der Experte je nach Bedarf verschiedene Hilfsmittel für die strategische Karriereplanung. „Weiter gibt es Interviewfragebögen, Typologieeinschätzungen, unterschiedliche Feedback-Methoden und Reflexionsübungen sowie Critical Incident Techniken und mehr Tools, mit denen ich je nach Situation arbeite.“

Strategische Karriereplanung: „Coaching ist eine gewollte Zusammenarbeit“

Du selbst musst offen und ehrlich ins Coaching gehen, denn „Coaching ist immer eine gewollte Zusammenarbeit, die die Bereitschaft zur Selbstreflexion benötigt. Coaching fördert auch unangenehme Erkenntnisse, die man zulassen sollte.“ „Außerdem kann es auch passieren, dass eine Karriereplanung auch Downgrade oder Wechsel bedeuten kann. Das sollte man zumindest als Möglichkeit kennen“, so Oliver Theißing.

Eigene Skills aufbauen

Manche Karriereziele lassen sich nur durch gezielte Weiterbildung oder den Erwerb eines weiteren oder ersten Abschlusses erreichen. Aber natürlich könne „eine Karriereplanung unabhängig vom Abschluss erfolgen. Jedoch sind Bildung und Qualifikation für konkrete Karriereziele oftmals eine Voraussetzung.“ Daher weist der Experte auch darauf hin, dass das „Ergebnis eines Karrierecoachings auch die Erkenntnis sein kann, die eigenen Skills stärker aufzubauen“.

Kontrolle der Karriereplanung

Steht Deine Karriereplanung, solltest Du Dir einen Kontrollprozess für Deine Karriereziele überlegen. Mache Dir zum Beispiel halbjährlich einen Termin und reflektiere, was Dich bis zu diesem Zeitpunkt weitergebracht hat und frage Dich, ob das, was Du im Moment tust, Deinen Zielen näherbringt und dies auch in Zukunft tun wird. Sind bestimmte unvorhersehbare Situationen aufgetreten, die sich auf Deine Ziele ausgewirkt haben oder es noch werden oder haben sich vielleicht sogar Deine Ziele geändert? Mit der Kontrolle stellst Du Deine Tätigkeit in Frage und kannst so schnell herausfinden, ob das, was Du tust, noch zielführend ist. Daraus können dann gegebenenfalls erneut entsprechende Maßnahmen und Ziele abgeleitet werden.

Junge mit Rakete auf dem Ruecken auf Skateboard liegend

Der horizontale Karriereplan

Die meisten Karriereplanungen zielen auf eine Weiterentwicklung ab, die mit einer direkten Beförderung oder einer positiven Veränderung der Arbeitsbedingungen in Bezug auf Verantwortungsbereich, Gehalt oder Position einhergehen. Manche Arbeitgeber haben aber ganz andere Ziele. Für sie kann eine horizontale Karriereplanung hilfreich sein.

Auch der Experte zieht die Alternative zum Aufstieg der Karriereleiter als mögliche Option: „Horizontale Karriere ist für viele ein toller Weg und hier gibt es viele Stellen. Es ist einfach neben der vertikalen Karriere eine weitere Möglichkeit. Welche Richtung eingeschlagen wird, entscheidet sich oftmals schon früh und die Gedanken dazu sollten daher auch frühzeitig gedacht werden.“ Die eigenen Bedürfnisse werden bei diesem Weg klar in den Vordergrund gerückt und mögliche Ambitionen, die Karriereleiter hochzuklettern, sind zweitrangig bis nicht vorhanden. Bei diesem Karriereweg geht es explizit um Deine fachliche und persönliche Weiterentwicklung – ohne Beförderung. Der Wille zur Weiterbildung und die Bereitschaft über den Tellerrand der eigenen Abteilung zu blicken, ist für eine horizontale Karriereplanung unbedingt notwendig.

Aber nur, weil Du Dich erstmal für eine horizontale Karriere entscheidest, ist die vertikale nicht für alle Zeit ausgeschlossen. Manchen Arbeitnehmern kommt eine Beförderung aufgrund der damit verbundenen Verantwortung beispielsweise zu früh oder sie möchten nach einer vertikalen Karriere wieder in die horizontale switchen.

Sei nicht zu streng mit Dir!

Ziehst Du eine Karriereplanung für Deine berufliche Zukunft in Betracht, dann haben wir noch einen kleinen Tipp für Dich: Sei nicht zu streng mit Dir! Häufig läuft alles ganz anders, als Du es geplant hast und Du musst umdisponieren. Kommst Du allein nicht wieder aus der Situation heraus, können Dir Dein Umfeld oder ein professioneller Coach mit Sicherheit helfen, eine Lösung zu finden. Suchst Du schon konkret nach einem Job? Dann findest Du ja vielleicht in unserer Jobbörse eine Stelle, die zu Dir passt!

Wir bedanken uns ganz herzlich für das Interview mit Oliver Theißing und wünschen Dir viel Erfolg bei Deiner persönlichen Karriereplanung!

Bildrechte: Titel: © gettyimages.de / RichVintage; Bild 2: © Oliver Theißing; Bild 3: © gettyimages.de / busracavus; Bild 4: © gettyimages.de / Motortion; Bild 5: © gettyimages.de / pixelfit; Bild 6: © gettyimages.de / flyparade; Bild 7: © gettyimages.de / PeopleImages; Bild 8: © gettyimages.de / RichVintage

30.10.2018

Neuen Kommentar schreiben

Verwandte Artikel

zurück nach oben