Generation Y & Z in der Arbeitswelt: Warum Sicherheit selten ist
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Weshalb gerade Jüngere nicht auf sichere Jobs setzen sollten

28.03.2017
Vorstellungsgespräch für den ersten Job

Der Wunsch nach Sicherheit liegt auf der Hand. Gerade nach Schule und Ausbildung suchen junge Menschen nicht nur nach dem ersten Job, gleichzeitig sehnen sie sich nach Sicherheit. Nur bietet die Arbeitswelt ihnen letztere immer seltener. Die Gegebenheiten haben sich geändert. Anpassung ist nötig, dann entstehen auch Vorteile. Wir zeigen auf, woraus diese konkret bestehen.

Mit einem neuen Lebensabschnitt, neuen Herausforderungen geht ein gewisses Stück Verunsicherung einher. Bin ich bereit? Finde ich mich zurecht? Was, wenn ich scheitere? Nur verständlich, dass gerade jüngere Befragte im Zuge der AVANTGARDE Experts Studie angaben, dem Gehalt bei der Jobsuche einen hohen Stellenwert einzuräumen (laut Studie 20% höher als der Bundesdurchschnitt). Zum anderen wurde der Wunsch nach einem sicheren Job geäußert.

Die Realität gestaltet sich jedoch ein wenig anders. Gerade Berufseinsteiger und junge Berufstätige müssen sich zunächst beweisen. Unbefristete Verträge, die ultimative Sicherheit im Berufsleben, besitzen speziell zu Beginn der Karriere Seltenheitswert.

Mangelnde Sicherheit belastet

Zieht man zudem ein mitunter geringes Einstiegsgehalt in Betracht, hilft dies, zu erklären, weshalb gerade Arbeitgeber von Angestellten zwischen 21 und 24 Jahren im Altersvergleich in Sachen Jobzufriedenheit am schwächsten abschnitten.

Mangelnde finanzielle und perspektivische Sicherheit lassen den Druck anwachsen. Die Psyche leidet. Das belastet. Doch was tun? Resignation ist sicherlich der falsche Weg. Vielmehr gilt es, Chancen zu sehen, die Gegebenheiten des aktuellen Arbeitsmarktes für sich zu nutzen. Freiheit statt Unsicherheit.

Jobsuche - Wie wichtig ist Sicherheit im Job?

Unbefristeter Vertrag als Ansporn

Schließlich bietet das Modell vieler Arbeitgeber jungen Menschen einen nicht zu vernachlässigenden Vorteil: Winkt zum Einstieg nicht direkt der unbefristete Vertrag, läuft niemand Gefahr, sich angesichts eines übersteigerten Sicherheitsbedürfnisses auf diesen einen, vielleicht ersten Job zu fixieren. Unsicherheit kann anspornen. Anspornen, seine eigene Position zu finden. Anspornen, Neues zu versuchen. Anspornen, unbequeme Entscheidungen zu treffen, die einen auf lange Sicht profitieren lassen.

Gerade für junge Arbeitnehmer, die noch nicht zwingend ihr eigenes berufliches Profil entwickelt haben, ist eine solche Situation eine Chance. Die Ausbildung wies den Weg, nun gilt es, den eigenen beruflichen zu finden – und zu gehen. Ein befristeter Job bietet dabei die Gelegenheit, ein gewisses Gebiet intensiver kennen zu lernen. Bei mehreren befristeten Anstellungen hintereinander kann man Erfahrungen in unterschiedlichen Gebieten vielleicht sogar unterschiedlichen Berufsfeldern sammeln.

Arbeitsvertrag - Jobsuche

Klarheit und neue Chancen

Das eigene Portfolio wird so immer breiter, der junge Arbeitnehmer immer interessanter für unterschiedliche Arbeitgeber. So steigt die Chance auf eine Anstellung. Am Ende entsteht ein Stück mehr Klarheit über die eigenen Vorlieben. Möglicherweise passte die angestrebte Stelle doch nicht so gut, wie ursprünglich gedacht. Gut, dass sie ausläuft. Ein mentaler Haken – und weiter geht die Jobsuche.

So oder so ist der erste Schritt getan. Selbst für den Fall, dass eine befristete Stelle exakt den eigenen Vorstellungen entspricht. Schließlich weist der Lebenslauf nach Ablauf des Vertrags erste Erfahrungen im Traumjob auf. Zumal Unternehmen wertvolle Arbeitnehmer auch heute ungern ziehen lassen. Was als befristete Stelle begann, kann sich schnell zum sicheren Arbeitsplatz entwickeln. Noch dazu zu einem, der zu den eigenen Vorlieben und Fähigkeiten passt.

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Bilder: Bild 1: iStoc/BartekSzewczyk, Bild 2:iStock/relif, Bild 3: iStock/shironosov

28.03.2017

Kommentare

genau so ist es, klasse Artikel. Dem stimme ich voll und ganz zu, da ich selbst von einer befristeten Stelle zur nächsten gewechselt bin und dadurch auch wichtige Erfahrungen für meine Arbeitszukunft machen konnte, die ich heute nicht missen möchte. Ein lob an der Autor.

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