8 Schritte für weniger Frust im Job

In 8 Schritten zu weniger Frust im Job

08.08.2017
Freiheit statt Frust im Job

Voller Terminkalender, voller Posteingang, voller Schreibtisch – und kein Ende in Sicht. Arbeitnehmer ächzen unter Papierbergen, E-Mail-Fluten und Überstunden. Die AVANTGARDE Experts Studie zur Zufriedenheit im Job hat herausgefunden, dass sich über die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer in ihrer Jobsituation leicht bis stark überfordert fühlen. Doch statt selbst etwas dagegen zu tun, wird der Ärger oft heruntergeschluckt und äußert sich dann in Arbeitsfrust. Schuld ist der Chef, die Kollegen oder der Computer, obwohl man selbst am meisten verändern kann. Ein geschicktes Selbstmanagement bringt die Motivation zurück und steigert die eigene Produktivität. Dabei fängst Du am besten simpel an: am eigenen Schreibtisch.

1. Schreibtisch aufräumen

Auf dem Schreibtisch kommen alle Aufgaben, Termine und Notizen zusammen, deshalb herrscht hier oft Unordnung und Chaos. Wird es zu viel, dann verliert man schnell den Überblick und wichtige Aufgaben bleiben liegen. Dagegen hilft eine klare Unterteilung der Arbeitsfläche: Ordne alle eingehenden Aufgaben in Stapel oder Fächer nach Dringlichkeit und arbeite diese systematisch ab. Alte Unterlagen haben auf dem Schreibtisch nichts verloren. Wenn Du abends mit einem aufgeräumten Schreibtisch nach Hause gehen, startest Du morgens viel motivierter in den Tag. So behältst Du die Kontrolle über Dein Aufgabengebiet und kannst Dich auf Dein aktuelles Projekt konzentrieren. 

Ein unaufgeräumter Schreibtisch sorgt für Frust im Job

2. Pausen einhalten

Schnell eine Kleinigkeit am Arbeitsplatz essen und die Zeit lieber sinnvoll nutzen – so lautet der Trugschluss. Wer seinem Körper gerade in stressigen Phasen keine Auszeit gönnt, dessen Motivation und Produktivität sinkt am Ende des Tages gegen null. Wenn das zur Gewohnheit wird, ist der Frust im Job vorprogrammiert. Stattdessen solltest Du Deinem Kopf in den Pausen Entspannung gönnen und nicht an die Arbeit denken. Mittags ist es sinnvoll, das Büro zu verlassen und mit Bewegung und gesundem Essen die Anstrengungen der Arbeit auszugleichen.

3. Arbeitszeiten festlegen

Ein Geschäftshandy und ein Arbeitsnotebook sind Fluch und Segen zugleich. Damit kannst Du zwar ganz bequem von Zuhause aus arbeiten, aber oft bleibt es nicht dabei. Online-Meetings nach Feierabend, E-Mails am Wochenende, Telefonate im Urlaub – mit der heutigen Technik bist Du immer und überall erreichbar. Umso wichtiger sind persönliche Grenzen, die Arbeit und Freizeit in Deinem Kopf trennen. Allerdings musst Du diese konsequent einhalten und an Deine Kollegen kommunizieren. Dann klappt es frustfrei mit dem Geschäftshandy und der Work-Life-Balance.

Frust im Job - gestresster Arbeitnehmer an Schreibtisch

4. Gesundes Maß an Perfektion finden

Qualität ist wichtig! Aber nur, wenn sie wirklich notwendig ist. Immer 120 Prozent geben und die Erwartungen übertreffen, führt langfristig zu Arbeitsfrust. Einerseits powerst Du Dich dadurch unnötig aus und hast dann keine Energie mehr für die wirklich wichtigen Projekte. Andererseits bekommst Du keine Anerkennung dafür, wenn Du bei kleinen Aufgaben ständig über das Ziel hinausschießen. Im schlimmsten Fall ärgern sich die Kollegen über Deine streberhaften Ergebnisse und lassen Dich mit noch mehr Arbeit allein im Projekt-Regen stehen. Investiere nur so viel Energie, wie es die Aufgabe verlangt und tu nur das, wofür Du bezahlt wirst.

5. „Nein“ sagen

Du ergreifst gern Eigeninitiative und machst alles selbst? Darüber freuen sich besonders Deine Kollegen, die pünktlich in den Feierabend gehen können, während Du noch ein letztes Mal die Ergebnisse prüfst. Ein Tipp: Sage das nächste Mal „Nein“, wenn es Dein Terminkalender nicht mehr zulässt! Du musst nicht überall mitmischen, damit es gut wird. Vertrauen Deinen Kollegen und konzentriere Dich auf Dein primäres Aufgabengebiet. Dann musst Du Deine Kapazitäten nicht zwischen 20 Projekten aufteilen.

6. Bedürfnisse kommunizieren

Ein guter Chef liest die Wünsche seiner Mitarbeiter von ihren Augen ab. Allerdings solltest Du Dich nicht zu sehr darauf verlassen, sondern Deine Bedürfnisse lieber direkt ansprechen. Hast Du Sorgen oder Probleme? Dann teile diese Deinem Chef oder Deinen Kollegen mit, schließlich können sie keine Gedanken lesen. Und ohne Kommunikation wird sich an der Situation nichts ändern, sondern Du frisst den Frust nur immer weiter in dich hinein. Ist es ein heikles Thema, dann suche das vertrauliche Gespräch unter vier Augen – vielleicht reicht das.

7. Ziele stecken

Wo stehst Du beruflich in einem Jahr? In einem Monat? In einer Woche? Stecke Dir klare Ziele und arbeite darauf hin. Nicht nur für die nächsten fünf Jahre, sondern für die nächsten fünf Stunden. Das strukturiert Deine Arbeitsweise und steigert Deine Motivation. Langfristige Ziele kannst Du mit Deinem Chef besprechen und dadurch Eigeninitiative zeigen. Falls die Arbeit Dir keine befriedigenden Ziele bietet, dann fokussiere Dich auf den nächsten Urlaub oder den Feierabend und belohnen Dich für die gute Arbeit beispielsweise mit einem Besuch im Kino.

Ziele stecken für mehr Erfolg im Job - entspannter Arbeitnehmer

8. Job wechseln

Wenn der Frust im Job zu groß wird und Du alle anderen Maßnahmen versucht hast, dann hilft nur ein Jobwechsel. Hier musst Du selbst das Steuer in die Hand nehmen und den Sprung ins Neue wagen. Immerhin weißt Du jetzt, was Dir im Arbeitsalltag wichtig ist und worauf Du bei Deinem nächsten Job achten solltest. Es kann nur besser werden. In unserer Jobbörse findest Du eine erste Auswahl – vielleicht ist Dein Traumjob dabei.

Bilder: Bild 1: iStock/ipopba, Bild 2: iStock/SilviaJansen,  Bild 3: iStock/Romariolen,  Bild 4: iStock/g-stockstudio

08.08.2017

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