Mann berührt Like-Symbol

Selbstvermarktung: So präsentierst Du Dich ideal im Netz

Du willst von potentiellen Arbeitgebern im Netz gefunden werden und bereits vor einem Bewerbungsgespräch einen guten Eindruck erwecken? Wir zeigen Dir, wie Du Deinen Online-Auftritt durch eine aktive Teilnahme an Sozialen Netzwerken, Deine eigene Website oder Deinen persönlichen Blog erfolgreich pflegst und worauf Du bei Deiner Selbstvermarktung besonders achten solltest.
17
Oct

WIESO SOLLTE ICH AUF MEINE SELBSTPRÄSENTATION IM NETZ ACHTEN?

Im digitalen Zeitalter reicht ein gelungenes Motivationsschreiben mit einem beeindruckenden Lebenslauf allein nicht aus, um sicher zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden.

Immer mehr Personaler ziehen zusätzlich das Internet zu Rate, um mehr Informationen über einen Bewerber zu erhalten. Laut einer Studie des Digitalverbandes Bitcom nimmt dazu rund jedes zweite Unternehmen insbesondere die Social-Media-Profile des Bewerbers genauer unter die Lupe.

Dabei verfolgen die Arbeitgeber primär das Ziel herauszufinden, ob der Kandidat fachliche Qualifikationen aufweist, wie er zu dem Unternehmen selbst und dessen Konkurrenz steht und was er so in seiner Freizeit treibt.

Überlasse deshalb Deine Selbstpräsentation nicht dem Zufall, sondern nimm sie selbst in die Hand und gestalte Deine eigene digitale Visitenkarte! Wir haben für Dich 5 einfache und sehr effektive Tipps zusammengestellt, mit denen Dir durch gezielte Selbstvermarktung ein erfolgreicher Online-Auftritt gelingt.

5 TIPPS FÜR DEINE GELUNGENE SELBSTVERMARKTUNG IM INTERNET

Du bist Dir sicher, dass Du genau der oder die Richtige für einen bestimmten Job bist? Dann zeige das auch Deinem potentiellen Arbeitgeber! Indem Du Dich selbst als Person und Arbeitskraft vermarktest, richtest Du den Fokus automatisch auf Deine Stärken und Qualifikationen. Unsere fünf Tipps zeigen Dir, wie Du schnell und langfristig ein professionelles und souveränes Gesamtbild von Dir im Netz erzeugen kannst.

1.GOOGLE DICH SELBST!

Nicht nur Du suchst einen geeigneten Job für Dich, sondern auch die Personaler einen geeigneten Arbeitnehmer für ihr Unternehmen. Deshalb solltest Du Dich erst einmal damit vertraut machen, welche persönlichen Informationen über Dich bereits im Internet kursieren, bevor Du Dein virtuelles Selbstportrait erstellst oder aufpolierst. Existieren noch in Vergessenheit geratene, alte Profile von Dir auf sozialen Netzwerken? Kannst Du Dich noch an all Deine Einträge auf unterschiedlichen Foren erinnern?

Denn auf diese wird Dein potentieller Arbeitgeber auch stoßen, wenn er Deinen Namen googelt. Da der erste Eindruck zählt, solltest Du ihm deshalb bereits einen Schritt voraus sein und selbst alle Suchtreffer zu Deinem Namen überprüfen. Checke am besten nicht nur Google, sondern zusätzlich auch konkurrierende Suchmaschinen wie zum Beispiel Yahoo oder Bing sowie Personensuchmaschinen wie beispielsweise Yasni, um auch die abweichende Reihenfolge des Rankings zu berücksichtigen.

Tipp:

Setze bei der Suchanfrage bei Google Deinen Namen in Anführungszeichen, um Dir nur Ergebnisse mit Deinem vollen Namen anzeigen zu lassen.

Nicht vergessen: Überprüfe auch die Bildersuche bei Google, da möglicherweise auch einzelne Bilder von Dir gerankt werden. Erst wenn Du Dir ein Bild von den einzelnen Inhalten gemacht hast, kannst Du entscheiden, auf welche Qualitäten Du das Augenmerk legen willst.

Google Laptop Mann Sofa

2.NUTZE UNTERSCHIEDLICHE SOZIALE NETZWERKE

Bei der Stärkung Deiner Internetpräsenz solltest Du den Sozialen Netzwerken eine besondere Stellung einräumen, da diese meist die erste Anlaufstelle bieten und Google diese beim Ranking bevorzugt. Außerdem bietet die Social-Media-Welt nahezu unendliche Möglichkeiten der Selbstpräsentation, die Du positiv für Dich nutzen kannst! Damit Du in der Flut der unterschiedlichen Plattformen nicht untergehst, erklären wir Dir, welche Vorteile Business-Netzwerke mit sich bringen und warum Du Soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram und Co. nicht unterschätzen solltest.

DEIN DIREKTER DRAHT ZU UNTERNEHMEN – KARRIERENETZWERKE

Xing und LinkedIn sind soziale Plattformen, auf welchen gezielt geschäftliche Kontakte geknüpft und gepflegt werden können. Du hast Dich schon immer gefragt, wo bei den beiden Plattformen überhaupt der Unterschied liegt? Wir zeigen Dir, welches Business-Netzwerk das richtige für Dich ist und wie Du Dich dort von Deiner besten Seite zeigst.

LinkedIn ist ein internationales Netzwerk, das Dich mit Menschen weltweit aus demselben Berufsfeld verbindet. Mit insgesamt 500 Millionen Nutzern aus der ganzen Welt, davon allein circa zehn Millionen aus dem deutschsprachigen Raum, steht LinkedIn eindeutig an der Spitze der Karrierenetzwerke. Wenn Du nicht nur Kontakte in Deutschland und der unmittelbaren Umgebung sammeln willst, sondern auch internationale Unternehmen für Dich interessant sind, bist Du hier genau richtig!

Wie Du ein einzigartiges und professionelles LinkedIn-Profil erstellen kannst, verrät Dir dieses Video von LinkedIn:

Xing ist im Gegensatz zu LinkedIn nur auf das deutschsprachige Gebiet spezialisiert. Mit rund 12 Millionen Nutzern ist seine Reichweite somit auch geringer. Wenn Du einen Job in Deutschland, Österreich oder der Schweiz antreten willst, ist Xing jedoch völlig ausreichend.

Joachim Rumohr gilt in Deutschland als der Xing-Experte überhaupt, in diesem Video erklärt er Dir was das Wichtigste in Deinem XING-Profil ist:

Bei Deiner Selbstpräsentation in den beiden Karrierenetzwerken ist es am wichtigsten ein harmonisches und möglichst kompetentes Gesamtbild von Dir zu vermitteln.

Denke beim Erstellen des Profils an Deine Bewerbung:

  • Welche Stärken möchtest Du hervorheben?
  • Wodurch unterscheidest Du Dich von anderen Bewerbern in diesem Fachbereich?
  • Was stellst Du Dir unter Deiner nächsten Stelle vor?

Dabei spielt primär auch die Kurzbeschreibung eine wichtige Rolle, da diese den Besuchern des Profils bereits in der Übersicht angezeigt wird und somit entscheidend zum ersten Eindruck beiträgt. Achte dabei insbesondere auf eine kreative sowie präzise Aufbereitung, um Neugierde beim Personaler zu wecken und auf Deine Qualifikationen für einen konkreten Arbeitsbereich hinzuweisen.

Auch das Profilfoto trägt erheblich zu einem professionellen Onlineauftritt bei. Behalte auch hierbei die Bewerbungssituation im Hinterkopf: Welches Foto würdest Du Deinem Lebenslauf beifügen?

Dabei solltest Du zu einem möglichst aussagekräftigen und sympathischen Porträt greifen und in einen professionellen Fotografen investieren.

Wie Du online und offline Dein Netzwerk erweitern kannst, erfährst Du in unserem Artikel „Erfolgreich netzwerken: 7 Tipps für Ihr Business Networking“.

DEIN INDIVIDUELLER ONLINE AUFTRITT AUF FACEBOOK, INSTAGRAM UND CO.

Primär werden Soziale Netzwerke wie zum Beispiel Facebook, Instagram und Twitter privat genutzt, jedoch erfreuen sich diese mittlerweile auch im beruflichen Bereich einer hohen Beliebtheit.

Deshalb kannst Du das wachsende Interesse der Personaler an Sozialen Netzwerken als persönlichen Vorteil nutzen, indem Du ein authentisches und gleichzeitig seriöses Profil pflegst.

Dabei solltest Du das soziale Medium auf Dein berufliches Fachgebiet und Deine individuellen Interessen abstimmen. Die Plattform Instagram lebt zum Beispiel von Bildern und Hashtags; somit wäre dieses Netzwerk ideal für Dich, wenn Du auf einem kreativen und visuellen Gebiet tätig bist und auf diese Weise Deine Arbeiten oder Entwürfe in Szene setzen möchtest.

Twitter eignet sich vor allem für kurze und knackige Mitteilungen, in denen Du Deine Meinung öffentlich und schnell mitteilen kannst. Verglichen dazu ist Facebook nicht so schnelllebig und bietet sich unter anderem für das Bearbeiten und die strategische Planung von Beiträgen an.

Dabei gilt immer die Devise: 

Trenne Berufliches und Privates! Wenn Du ein solches Social-Media-Profil ausschließlich für einen privaten Zweck nutzen möchtest, solltest Du auf strenge Einstellungen in der Privatsphäre achten und keine Informationen öffentlich zugänglich machen.

3.ERSTELLE DEINE EIGENE WEBSITE

Laptop Smartphone Frau

Eine eigene Website? Das klingt zunächst sehr aufwändig und im Kontext einer Bewerbung vielleicht auch etwas überzogen, kann jedoch auch schon mit nur wenig Mühe wahre Wunder bewirken.

Zum einen hebst Du Dich so sofort aus der Masse Deiner Mitbewerber ab, da die Mehrheit über keine eigene Website verfügt. Du stellst somit Deine Web-Kenntnisse unter Beweis und zeigst erfolgreich Eigeninitiative. Indem Du selbst bestimmst, welche Informationen Du zu Dir und Deinem Werdegang preisgibst, kannst Du mit Deinen Stärken brillieren. Außerdem lässt sich zum Beispiel mit WordPress mithilfe unterschiedlicher Vorlagen und weiterer Features innerhalb kurzer Zeit unkompliziert eine ansprechende Webseite erstellen.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass eine Domain mit Deinem Namen (www.vorname-nachname.de) bei Suchmaschinen ein hohes Ranking garantiert und folglich als einer der ersten Treffer erscheint.

Um Deine Homepage mit anderen positiven Treffern zu Deiner Person zu vernetzen, solltest Du dabei auch auf Deine Social-Media-Profile verlinken. Dies trägt auch zu einem einheitlichen professionellen Eindruck bei, da Deine Informationen alle untereinander verbunden sind.

4.ZEIGE DEIN EXPERTENWISSEN AUF EINEM EIGENEN BLOG

Den Königsweg für Deine gelungene Selbstvermarktung im Internet schlägst Du ein, indem Du einen eigenen Blog kreierst. Zwar ist dies ein ziemlich zeit- und arbeitsaufwendiges Unterfangen, welches aber jegliche Anstrengung wert ist. Indem Du Dich auf Deiner eigenen Plattform als Experte für ein relevantes Themengebiet zeigst, punktest Du bei Deinem zukünftigen Arbeitgeber mit Engagement und Kompetenz. Da die Besucher Deines Blogs jederzeit die Möglichkeit haben Deine Beiträge zu kommentieren, kannst Du gezielt Kontakte mit anderen Experten ausbauen. Viele positive und auch konstruktive Kommentare sorgen auch für einen guten Eindruck, da Deine Meinung und Dein Wissen somit Anerkennung und Bestätigung bei Gleichgesinnten findet.

Um eine solche Rückmeldung zu erhalten, musst Du jedoch Deine Leser auf dem Laufenden halten und regelmäßig interessante Artikel posten. Lege dazu am besten unterschiedliche Kategorien an und stelle in Blogbeiträgen Dein Spektrum an Fachwissen unter Beweis.

Dabei muss sich Dein Blog nicht zwangsweise nur um Deinen Beruf drehen, auch Hobbys oder andere Interessen können einen Mehrwert für Deine berufliche Laufbahn bieten. Wenn Du beispielsweise in der Werbe- oder Marketingbranche tätig sein möchtest und Dich sehr für das Themengebiet Gestaltung interessierst, ist ein Blog die richtige Plattform, um Deine Kunstwerke oder DIY-Ideen kreativ zu präsentieren.

Auch hierbei bietet es sich an auf Deine sozialen Profile zu verlinken, auf welchen Du auch umgekehrt immer wieder auf Deinen Blog verweisen kannst, um Deine Onlinepräsenz abzurunden.

5.BLEIBE AKTIV UND BEHALTE DIE KONTROLLE

Lediglich Profile auf sozialen Netzwerken anzulegen, sowie eine eigene Homepage oder einen Blog zu erstellen, ist nur die halbe Miete. Regelmäßige Aktualisierung und ständige Überprüfung Deiner persönlichen Informationen sind dabei nämlich das A und O! Da Dein Online-Auftritt kein Selbstläufer ist, solltest Du permanent aktiv bleiben und Deine Accounts nicht verstauben lassen.

Dabei sollten Deine privaten Daten und auch fachlichen Äußerungen immer auf dem neuesten Stand sein. Beteilige Dich stets an sachlichen Diskussionen auf Foren oder Deinem eigenen Blog und knüpfe über soziale und berufliche Netzwerke neue Kontakte.

Außerdem solltest Du das Netz regelmäßig nach neuen Informationen zu Deiner Person scannen. Erstelle dazu am besten einen Google Alert auf Deinen Namen, der Dich sofort per E-Mail benachrichtigt, sobald Dein Name im Internet verwendet wird.

Wenn negative Beiträge über Dich verbreitet werden sollten, ist es empfehlenswert zuerst den Betreiber der betreffenden Website anzuschreiben und höflich um die Entfernung oder Anpassung der negativen Inhalte zu bitten. Falls die Angaben nicht gelöscht werden können, solltest Du negative Beträge durch positive in den Schatten stellen.

Wenn Du unsere Tipps und die folgenden No-Gos beachtest, sollte Deiner positiven Selbstpräsentation nichts mehr im Wege stehen!

DIE ABSOLUTEN SELBSTMARKETING-KILLER

Da das Internet nie vergisst, solltest Du folgende No-Gos unbedingt vermeiden:

  • Inkompetente Äußerungen zu fachlichen Themen
  • Negative Kommentare bezüglich der Arbeit, früherer Arbeitgeber oder des gesamten Arbeitsumfeldes
  • Radikale politische Äußerungen
  • Beleidigungen anderer Nutzer oder Personen
  • Ausschweifende private Fotos, beispielsweise von einer durchzechten Partynacht
  • Angaben auf dem Online-Profil, die deutlich von den eingereichten Bewerbungsunterlagen abweichen
  • Verwahrloste Accounts mit veralteten persönlichen Informationen
  • Gravierende und sich anhäufende Rechtschreib- und Grammatikfehler

 

Du bist derzeit auf der Suche nach einem neuen Job, bei dem Du mit Deinem Online-Auftritt punkten kannst? Dann schau bei unserer Jobbörse vorbei und betrete neues Terrain!

Wie Du Deinen potentiellen Arbeitgeber beim Bewerbungsgespräch durch gezielte Mimik und Gestik überzeugen kannst, verraten wir Dir in unserem „Experten-Interview: Die Macht der Körpersprache im Vorstellungsgespräch“.

Wir wünschen Dir viel Erfolg beim Ausbau Deines Selbstmarketings und bei der Bewerbung für Deinen neuen Traumjob!

 

Bildnachweis: Beitragsbild: iStock\ NicoElNino, Bild 1: iStock\ Prykhodov, Bild 2: iStock\ hocus-focus, Bild 3: iStock\mseidelch, Bild 4: iStock\ Geber86

Social Media Laptop Apps