Frau nutzt SMART-Methode

SMART-Methode: Ziele realistisch & messbar definieren

Ob im Beruf, beim Sport oder bei sich selbst: Ein gestecktes Ziel nicht erreichen zu können ist oftmals keine tolle Erfahrung. Um dem vorzubeugen, empfehlen wir Dir die SMART-Formel: Denn sie ermöglicht Dir nicht nur, Ziele realistisch zu planen, sondern sogar nachverfolgen zu können, wie weit Du gekommen bist!
09
Jul

Was ist die SMART-Formel?

Die SMART-Formel (oder auch SMART-Methode) ist ein wichtiges Werkzeug bei der strategischen Planung von Zielen. Zum Einsatz kommt sie insbesondere im Projektmanagement und bei Zielvereinbarungen in der Personalentwicklung. Mithilfe besonderer Kriterien hilft sie Dir, bei Deiner Zielsetzung Stolpersteine geschickt zu umgehen, optimale Bedingungen auf dem Weg zu Deinem Ziel zu schaffen und sogar messen zu können, wie weit Du gekommen bist.

Warum ist die SMART-Methode wichtig?

Die SMART-Methode ist aus gutem Grund weit verbreitet. Denn sie bringt Dir einige Vorteile, die für das Erreichen eines Zieles förderlich sind:

  • deutliche Zielsetzungen: Eine Besonderheit der SMART-Methode ist es, Ziele möglichst stark zu umreißen. Das macht sie greifbar und schafft Klarheit.
  • Zielerfüllungen werden messbar: Eine weitere Besonderheit der SMART-Methode besteht darin, dass sie es den Beteiligten ermöglicht, das Fortschreiten der Zielerfüllung zu messen. Das gilt sogar bei qualitativen Zielen.
  • anhaltende Motivation: Die SMART-Formel stellt aufgrund ihrer Konzeption auch sicher, dass die Motivation erhalten bleibt, ein Ziel zu erreichen.
Qualitative & quantitative Ziele: Der Unterschied

Ziel ist nicht gleich Ziel! Denn je nachdem, was für ein Ziel Du Dir setzt, kann es sich um ein quantitatives oder ein qualitatives handeln. Doch wo liegt der Unterschied?

  • quantitative Ziele: Von quantitativen Zielen spricht man, wenn sich das Ziel deutlich in Zahlen ausdrücken und messen lässt. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn Du Dir vornimmst, den Zeitaufwand für ein Projekt um 10 Prozent verringern zu können.

 

  • qualitative Ziele: Von qualitativen Zielen spricht man dagegen, wenn eine Zielsetzung die Beschaffenheit oder Qualität einer Sache betrifft. Sagen wir, Du möchtest Deine Kundenkommunikation verbessern. An sich lässt sich hierbei eine Entwicklung erst einmal nur schwer messen.

Die Annahme, qualitative Ziele würden sich nicht messen lassen, trügt allerdings. Denn auch sie können messbar sein – mithilfe der SMART-Methode.

Zielvereinbarungen & Co.: Die SMART-Formel richtig anwenden

Bei der SMART-Formel handelt es sich um ein Akronym. Das heißt, jeder einzelne Buchstabe im Wort „S.M.A.R.T.“ steht selbst für ein Wort. Was es damit auf sich hat, erklären wir Dir im Folgenden.

Erklärung zur SMART-Methode
  • S – Spezifisch: Definiere das Ziel so präzise und konkret wie möglich.

Anstatt festzulegen, dass Du mehr Kunden gewinnen möchtest, solltest Du die Angaben so genau wie möglich definieren, also zum Beispiel „Ich möchte in den nächsten drei Monaten sechs neue Kunden gewinnen“.

  • M – Messbar: Stelle sicher, dass Du den Fortschritt beim Erreichen des Ziels nachverfolgen kannst.

Hierbei solltest Du Dir überlegen, anhand welcher Metriken Du überprüfen kannst, inwieweit Du ein Ziel erreichst. Dabei hilft Dir der folgende Gedanke: Mache Dir Dein übergeordnetes Ziel klar. Sagen wir Du bist Account Manager und Dein übergeordnetes Ziel besteht darin, die Zufriedenheit Deiner Kunden zu steigern. Dann wären überprüfbare Kriterien, die auf eine gesteigerte Kundenzufriedenheit deuten, etwa eine Erhöhung des Budgets, die Zusage für einen Folgeauftrag oder ausdrückliches Lob für bestehende Leistungen.

  • A – Attraktiv: Das definierte Ziel muss erstrebenswert sein.

Ganz gleich, ob Du Zielvereinbarungen für Dich selbst, Dein Team oder sogar Dein Unternehmen definierst: Um dafür zu sorgen, dass die Motivation anhält, ein solches Ziel zu erreichen, muss es erstrebenswert sein. Denn warum sollte sich jemand darum bemühen, wenn es an Überzeugung fehlt. Lautet Deine Zielvereinbarung Excel-Profi zu werden, Du hast allerdings keinerlei Interesse an Excel, ist das eher ungünstig. Achte deshalb immer darauf, dass die definierten Ziele auf relevanten Bedürfnissen und Interessen basieren.

  • R – Realistisch: Das definierte Ziel muss erreichbar sein.

Ziele, die utopisch angesetzt sind, können die Motivation und den Glauben daran drücken, dass es zu einem erfolgreichen Abschluss kommt. Gleichzeitig sollte Dich ein Ziel aber auch nicht unterfordern, denn schließlich sollst Du daran wachsen können. Wie geht es also richtig? Der Dienstleister Perdoo, der Unternehmen wie Google und Twitter dabei hilft, Unternehmensziele zu erreichen, empfiehlt einen Puffer zu integrieren. Das heißt: Setze Dein Ziel immer etwas höher an, sodass das eigentliche Ziel, das Du erreichen willst, 60 Prozent des offiziell definierten Ziels ausmacht.

  • T – Terminiert: Das Ziel muss ein fixes Datum haben.

Abschließend solltest Du Dir der SMART-Formel gemäß auch immer ein fixes Datum setzen, bis zu dem Du Dein Ziel erreicht haben solltest. Denn andernfalls kann sich das Erreichen eines Ziels unter Umständen so lange ziehen, dass es tatsächlich gar nicht mehr dazu kommt. Versuche am besten bei kleineren Zielen in Quartalen zu arbeiten. Das ist beispielsweise sinnvoll, wenn Du planst, Dir wichtige Hard Skills anzueignen. Bei übergeordneten Zielen kann ein ganzes Jahr ein sinnvoller Zeitraum sein, etwa wenn Du parallel zum Beruf ein neues Sprachniveau erreichen oder Deine Soft Skills verbessern willst.

7 Tipps für das Formulieren von SMART-Zielen

Um sicherzugehen, dass Du Deine SMART-Ziele so sinnvoll wie möglich formulierst, haben wir die folgenden Tipps für Dich zusammengestellt:

  • Positive Formulierung: Anstatt zu sagen „Ich möchte in den nächsten drei Monaten keine unproduktiven Meetings halten“ solltest Du Dich lieber für eine positive Formulierung entscheiden, wie zum Beispiel „Ich will bei jedem Meeting die konkreten Outputs benennen können.“ So fokussierst Du nicht das, was Du nicht möchtest, sondern vielmehr etwas, was Du tatsächlich erreichen willst.
  • Ich-Formulierung anwenden: Ganz gleich, ob es sich um ein Ziel für eine einzelne Person handelt oder für ein Team: Indem Du Ziele in der ersten Person Singular („ich“) formulierst, stärkst Du das Gefühl der Verantwortung bei jedem einzelnen Beteiligten. Möchtest Du in einem Team an einem Ziel arbeiten, kannst Du die Formulierung zum Beispiel folgendermaßen gestalten: „Ich werde mit meinem Team erreichen, [Ziel einfügen].“
  • Meilensteine definieren: Gerade bei langfristig angelegten Zielen ist es sinnvoll, Meilensteine auf dem Weg zum großen Ziel zu definieren. Sie sorgen als kleinere Zwischenziele für mehr Orientierung und ermöglichen kleinere Erfolgserlebnisse auf dem Weg zum Zielabschluss.
  • Zieldefinition schriftlich festhalten: Indem Du Dein Ziel schriftlich fixierst, hast Du nicht nur eine wichtige Grundlage, auf die Du Dich berufen kannst. Es sorgt auch dafür, dass das Erfüllen des Ziels verbindlicher wird.
  • Ziele greifbarer machen: Deine Motivation, ein Ziel zu erreichen, kannst Du steigern, indem Du Dir den Effekt möglichst anschaulich vor Augen führst. Versuche Dir vorzustellen, wie es sich anfühlt, wenn Du das Ziel erreicht hast und welche positiven Auswirkungen es auf Dich und Deine Karriere hat.
  • Zeitnah aktiv werden: Um die anfängliche Motivation noch auszunutzen, kannst Du Dich im Anschluss an die Zieldefinition direkt an die Arbeit machen. Das fällt zwar angesichts einer vollen To-Do-Liste nicht immer leicht. Andererseits wirst Du Dich aber in den kommenden Wochen gezwungenermaßen mit Deiner Zielvereinbarung beschäftigen müssen. Wenn Du dafür die Anfangsphase gezielt nutzt, kannst Du Zeit sparen, die Du später für eine neue Einarbeitung in die Thematik aufwenden müsstest.
Team arbeitet SMART-Ziele aus
  • Bei Bedarf Unterstützung ins Boot holen: Gerade bei Zielvereinbarungen, die Neuland für Dich bedeuten, ist es ganz normal, nach Unterstützung zu suchen. Das kann entweder die Hilfestellung durch (1) einen erfahrenen Kollegen sein, der Dir als eine Art Mentor zur Seite steht, (2) ein Commitment-Buddy, der die gleichen Ziele wie Du verfolgt oder aber (3) die Unterstützung durch einen Karrierecoach. Ganz gleich, wofür Du Dich entscheidest: Wichtig ist, dass Du Bescheid gibst, wenn Du merkst, dass Du nicht weiterkommst. Denn Stolz und Eitelkeit können andernfalls zu einem echten Hindernis auf Deinem Weg zum Ziel werden.

Erreiche Deine beruflichen Ziele

Die SMART-Methode ist ein bewährtes Werkzeug, um Ziele zu erreichen. Das heißt für Dich, dass Du sie natürlich auch bei Deiner eigenen Karriereplanung gezielt nutzen kannst. Weiterführende Infos dazu bieten Dir die beiden folgenden Artikel:

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