Zufrieden im Job

Wie kommt die Zufriedenheit zum Job?

Sie zählt ebenso zum Berufsalltag wie das gewissenhafte Erledigen wichtiger Aufträge: die Suche nach Zufriedenheit. Ist sie erfolgreich, erleichtert das nicht nur das Arbeitsleben, auch privat wirkt sich eine gute Beziehung zum Job positiv aus. Nur wie lässt sich Zufriedenheit im Job erlangen? Welche Faktoren müssen erfüllt sein, dass Arbeitnehmer ihrem Job gern nachgehen, um das Verhältnis zum Arbeitgeber positiv zu bewerten? Meist sind sie eindeutig, auch die eigene Einstellung spielt eine Rolle.
10
Feb

Zufriedenheit im Job?

Völlig zufrieden von der Arbeit nach Hause kommen. Am nächsten Morgen gern wieder in Richtung Job aufbrechen. Dieses Gefühl wünscht sich jeder Arbeitnehmer. Laut einer von AVANTGARDE Experts in Auftrag gegebenen Studie sind jedoch lediglich 9 Prozent der Befragten gänzlich zufrieden mit ihrem Job.

Gerade heutzutage hält sich die Annahme, vor allem Selbstverwirklichung sei der Antrieb vieler Menschen. Fänden sie ihre Bestimmung, ihre Erfüllung im Job, führe das zu Zufriedenheit und Glück. Der wahre Hauptgrund für Zufriedenheit im Job wirkt auf den ersten Blick wesentlich banaler, gleichzeitig jedoch deutlich essentieller. Laut Studie sehen die Befragten keinen Faktor wichtiger an als das Gehalt.

Es ist und bleibt die höchste Form der Anerkennung. Wer (gefühlt) gemäß seiner erbrachten Leistung oder seines investierten Einsatzes bezahlt wird, erfährt Achtung. Frust und Unzufriedenheit nehmen ab. Letztere positive Entwicklung unterstreicht die Tatsache, dass 60 Prozent der Befragten mehr Achtung einer größeren Abwechslung im Job vorziehen.

Wertschätzung bleibt damit ein entscheidender Faktor im Arbeitsleben. Erfährt der Angestellte ein passendes Maß an Lob, stellt sich ein Gefühl der Zufriedenheit ein. Doch auch abseits des Lohnzettels möchten sich Mitarbeiter geschätzt fühlen. Dabei geht es weniger um klassisches Schulterklopfen, als um eine Atmosphäre der gegenseitigen Achtung, in der Angestellte nicht den Eindruck gewinnen, sie und ihre Leistung würden als selbstverständlich erachtet.

 

ARBEITEN, UM ZU LEBEN

Gesteigerte Anerkennung erhöht also die Zufriedenheit am Arbeitsplatz. Nur suchen Menschen ihr Glück und ihre Zufriedenheit nicht einzig im Job. Auch heute folgen viele dem Mantra des „Arbeitens, um zu leben“. Für sie ist der Job Grundlage für ein erfülltes, sorgenfreies Privatleben. Für Zufriedenheit im Arbeitsleben ist es umgekehrt also ebenso von Bedeutung, privat seine Ruhe zu finden, wie nach dem Job ein positives Umfeld vorzufinden. Das richtige Abschalten nach der Arbeit ist dabei essentiell.

Noch entscheidender wird dieses Zusammenspiel bei einem Blick auf die Gewichtung von Karriere und Privatleben. Oberste Priorität genießt dabei der Alltag abseits des Jobs. Stünden Befragte vor der Wahl, entschieden sich 75 Prozent für die Familie, nur 25 für die Karriere. Sogar 83 Prozent wünschen sich mehr Privatleben, nur 17 Prozent mehr Karriere.

Entsprechend relevant ist also die oft beschriebene Work-Life-Balance, das Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben. So streben 43 Prozent der Befragten flexiblere Arbeitszeiten an. Immerhin 27 Prozent sehnen sich nach mehr Urlaub.

Meditation Übung Arbeit Frau

 

 

DIE ENTSCHEIDENDE FRAGE: WAS MÖCHTE ICH?

Mann Arbeit Büro Kollegen lächelnd

Derlei Empfindungen sind nicht selten. Ihnen vorzubeugen, erfordert ein wenig Arbeit und das Beantworten einer ganz spezifischen Frage: „Was möchte ICH?“ Es geht darum, sich klar zu werden, was man im Job erreichen möchte. Zudem, was dazu notwendig ist und welche Voraussetzungen die Arbeit für einen selbst schaffen muss, um ein erfülltes (Privat-)Leben zu erlangen. Sind die Antworten auf diese Fragen gefunden, rücken sie den Fokus schnell dorthin, wo er nicht nur am besten aufgehoben ist, sondern wo er zudem für die größte Zufriedenheit sorgt: auf einen selbst.

Am Ende ist es schließlich nicht entscheidend, was Kollegen oder auch Freunde haben. Merke ich, dass mir Materielles weniger wichtig ist als beispielsweise Persönliches, können andere sogar mit dem Ferrari vorfahren. Es stört mich nicht mehr. Denn am Ende stellt sich die Frage, ob all diese Dinge das eigene Leben wirklich bereichern. Vielleicht tun sie es, vielleicht auch nicht. Vielleicht stehen im persönlichen Ranking Dinge wie Erlebnisse, Zeit mit Freunden und Familie oder Reisen wesentlich höher.

Ist klar, wie das eigene Leben aussehen soll, wo der eigene Fokus liegt, lässt sich all das, natürlich im Rahmen der beruflichen Möglichkeiten, auf den Job übertragen. Zufriedenheit macht sich dann nicht mehr an äußeren Umständen fest, sie kommt von innen heraus, und ist damit weniger anfällig für Erschütterungen. Sie ist gefestigt. Das kann auch bedeuten, dass mehr investiert werden muss, um das angestrebte Gehalt zu bekommen. Oder dass für mehr Privatleben Arbeitszeit und damit Gehalt geopfert werden muss. Egal in welche Richtung es geht, wenn der Arbeitnehmer genau weiß, was er vom Leben möchte, wird er alles Mögliche tun, um diesen Zustand zu erreichen. Auf diese Weise erlangt er letztendlich Zufriedenheit - privat und vor allem im Job.

Dir hat dieser Artikel gefallen? Dann findest Du sicherlich auch die Themen Burnout verhindern und Stress am Arbeitsplatz interessant.

 

Bildnachweis: Bild 1: pexels, Bild 2:©AVANTGARDE Experts, Bild 3:©iStock/fizkes, Bild