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6 Tipps, wie Du Deine Probezeit im neuen Job überlebst

30.01.2018
Erster Tag der Probezeit - sich den Kollegen vorstellen

Jeder fünfte Deutsche hält einen Jobwechsel im nächsten halben Jahr für wahrscheinlich. Das hat eine aktuelle Umfrage von AVANTGARDE Experts ergeben. Sind Vorstellungsgespräche und Vertragsverhandlungen erfolgreich absolviert, winkt mit der Probezeit die nächste Herausforderung. Üblicherweise wird zu Beginn eines neuen Jobs eine drei- bis sechsmonatige Probezeit vertraglich vereinbart. Hier gelten einige Sonderregelungen was Urlaubsanspruch und Krankheitsfälle angeht. Zudem können beide Seiten den Arbeitsvertrag mit einer Frist von zwei Wochen und ohne weitere Begründung kündigen. Statistiken zufolge wird in der Probezeit jedes fünfte Arbeitsverhältnis aufgelöst. Welche Fettnäpfchen Du umschiffen solltest, damit dieser Fall nicht eintritt und wie Du mit gutem Selbstmarketing die Probezeit meisterst, sodass das Übernahmegespräch positiv ausfällt, erfährst Du in unserem Blog-Beitrag.

1. Der erste Eindruck zählt

Von den ersten Wochen zu Beginn des neuen Jobs hängt viel ab. Hier werden die Weichen für den weiteren Karriereverlauf im neuen Unternehmen gestellt. Umso wichtiger ist es, von Beginn an positiv aufzufallen. Selbstverständlich braucht es Zeit, sich fachlich einzuarbeiten, um sein berufliches Können voll unter Beweis stellen zu können. Daher ist es in dieser ersten Phase zunächst von Bedeutung, dass die Rahmenbedingungen und das Zwischenmenschliche stimmen. Mit Selbstverständlichkeiten, wie Pünktlichkeit, höflichem und freundlichen Verhalten lassen sich schnell Sympathiepunkte sammeln. Wenn Du Dich zudem ins Team einbringst, z.B. mit einem kleinen Einstandskuchen und hohe Einsatzbereitschaft für den neuen Job zeigst, ist das in den ersten Wochen die halbe Miete.

2. Bei der Einarbeitung punkten

Neben dem ersten Eindruck ist die Einarbeitungsphase ein wichtiger Faktor für eine erfolgreiche Probezeit. Klar, am Anfang ist vieles neu und ungewohnt. Niemand erwartet von Dir, dass du sämtliche Prozesse auf Anhieb beherrschst. Dennoch achten Chefs und Teamkollegen darauf, wie viel Engagement der neue Arbeitnehmer zeigt. Es wird beobachtet, ob die Einarbeitung leicht oder eher schwerfällt. Daher solltest Du proaktiv auf Deine Kollegen zugehen. Es ist hilfreich, Notizen zu machen und gezielt wohlüberlegte Fragen zu stellen. Hier ist allerdings Vorsicht geboten. Wenn Du wegen allem zweimal nachfragst, weil Du es Dir z.B. nicht aufgeschrieben hast, wirft das kein gutes Licht auf Dich. Eine schnelle Auffassungsgabe und hohe Lernbereitschaft hingegen kommen besonders bei Vorgesetzten gut an. Nach rund drei Monaten sollten Dir Aufgaben und Prozesse in Deinem neuen Job vertraut sein.

Junger Mann bei der Arbeit mit Tablet

3. Das richtige Maß zwischen Beobachterrolle und Engagement finden

Gerade in der Anfangsphase des neuen Jobs ist es wichtig, ein gutes Mittelmaß zu finden zwischen Zurückhaltung und dem Einbringen neuer Ideen. Auch wenn man durch Engagement und Eigeninitiative hervorstechen will, ist es sinnvoll erst auszuloten, wie offen der neue Arbeitgeber sich dafür zeigt. Viele Teams freuen sich zweifelsohne über frischen Wind durch einen Firmenneuling. Aber wer gleich mit einem Übermaß an Verbesserungsvorschlägen drauf losprescht, kommt schnell als Besserwisser rüber. Auch wenn Du in Deinem alten Job top warst, solltest Du beim neuen Arbeitgeber zunächst zurückhaltend mit neuen Ideen sein. Besonders Vergleiche zu Deinem alten Job nach dem Motto „Wir haben das immer so und so gemacht“ sind ein No-Go. Daher gilt: Bei den ersten großen Meetings zunächst als stiller Beobachter teilnehmen, um dann konstruktiv Ideen oder neue Strategien einzubringen.

4. Kontakte knüpfen!

Gerade in großen Unternehmen lassen sich gut Pluspunkte sammeln, wenn man bereits nach kurzer Zeit viele Leute kennt. Zum einen aus fachlicher Sicht, wer die richtigen Ansprechpartner für bestimmte Themen kennt, arbeitet effizienter. Zum anderen ist es aus zwischenmenschlicher Sicht hilfreich, sich schnell ein gutes Netzwerk im Unternehmen aufzubauen. Unsere Tipps, um schnell Kontakte zu knüpfen: Stelle Dich in der Kaffeeküche oder im Aufzug proaktiv vor und zeige Dich an Deinem Gegenüber interessiert. Schließe Dich gemeinsamen Mittagessen oder beim Feierabendbier an. Von erfolgreichem Selbstmarketing hängt in der Probezeit viel ab. Wenn Du bei Kollegen und Abteilungsleitern positiv aufgefallen bist, werden diese das im Rahmen des Übernahmegesprächs an Deinen Chef weitergeben.

gemeinsames Mittagessen mit den neuen Kollegen

5. Kritikfähigkeit und Aufmerksamkeit an den Tag legen

Ein klassischer Fehler, der vor allem erfahreneren Arbeitnehmern in der Probezeit unterläuft, ist Selbstüberschätzung. Nimm ehrliches Feedback und sachliche Kritik an und betrachte sie als Chance und bedanke Dich beim Feedbackgeber dafür. Diese gehört nicht nur zur Eingliederungsphase dazu und hilft Dir Dich im neuen Job besser zurechtzufinden. Gleiches gilt für die Aufmerksamkeit. Indem Du die Arbeits- und Kommunikationsweise Deiner Kollegen bei Telefonaten, in Meetings oder auf Kundenterminen aufmerksam verfolgst, kannst Du enorm viel über die Gepflogenheiten und Kultur Deines neuen Arbeitgebers lernen. Und zwar ohne die neuen Kollegen mit Fragen löchern zu müssen.

6. Feedbackgespräche vereinbaren

Damit es zum Ende der Probezeit kein böses Erwachen gibt, solltest Du nicht bis zum Übernahmegespräch mit dem Cheftermin warten. Wir empfehlen daher proaktiv ein erstes Feedbackgespräch mit Deinem neuen Chef zu suchen. Im Idealfall sollte nach ca. vier Wochen gemeinsam eine Bestandsaufnahme gemacht werden. Wie ist der Eindruck auf beiden Seiten? Was lief bisher gut? Wo gibt es Verbesserungsbedarf? Welche Ziele oder wichtige Themen stehen auf der Agenda für die nächste Zeit? Du erhältst ein Status-quo, wo Du stehst und kannst Dich dementsprechend verhalten. Frühzeitige Feedbackgespräche helfen auch, um gegenseitige Erwartungen abzustecken. Falls in den ersten vier Wochen etwas grundlegend schiefgelaufen ist, bleibt noch Zeit das Ruder herumzureißen.

im neuen Job voll durchstarten - Karriereleiter

Fazit

Die ersten sechs Monate nach dem Jobwechsel sind für Dich als Arbeitnehmer einerseits eine Bewährungsprobe, andererseits dienen sie Dir und deinem Arbeitgeber als Orientierungsphase, um zu prüfen, ob Aufgaben und Arbeitsumfeld passen. Es gilt zwar das ein oder andere Fettnäpfchen zu umschiffen, aber mit Engagement, Offenheit und einer guten Mischung aus Selbstmarketing und Zurückhaltung, gelingt es Dir die Probezeit erfolgreich zu absolvieren. Zusammenfassend gilt: Lieber doppelt Fragen stellen als doppelt Fehler machen, Make Friends, Proaktiv Unterstützung anbieten, statt Däumchen drehen. Wenn Du jetzt auf der Suche nach einer neuen Herausforderung bist, dann schau gerne auf unserer Jobbörse vorbei.

Bilder: Bild 1: iStock/Yuri_Arcurs, Bild 2: iStock/Cecilie_Arcus, Bild 3: iStock/monkeybusinessimages, Bild 4: iStock/pixelliebe

30.01.2018

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