Modernes Team-Büro

Modernes Büro gestalten: Open-Space-Büros, reversible Büros & Co. im Check

Es ist Zeit für eine Veränderung? Manchmal ist es nicht der neue Prozess oder der neue Kollege, der frischen Wind ins Büro bringt, sondern eine optische Veränderung, die zugleich Arbeitsabläufe und Büroalltag auf den Kopf stellt – positiv versteht sich! So zum Beispiel auch bei AVANTGARDE Experts: aufgrund unseres stetigen Wachstums werden wir ab Dezember neue Räumlichkeiten im Neubaukomplex „Kap West“ in München beziehen. Worauf es bei der Bürogestaltung ankam, erklärt Dir unser Geschäftsführer Philipp Riedel. Außerdem stellen wir Dir sechs Möglichkeiten vor, wie Du moderne Bürokonzepte verwirklichen kannst.
05
Nov

Vorteile moderner Büros für Dein Unternehmen

Eine moderne Bürogestaltung äußert sich nicht nur in einer hübschen neuen Wandfarbe und modernem Büromobiliar – sie ermöglicht ganz neue Arbeitsweisen und Prozesse. Ein gut durchdachtes Büro, abseits der konventionellen Normen, kann für Unternehmen einen großen Mehrwert bieten. Eine schöne Arbeitsatmosphäre hat großen Einfluss auf die Produktivität und Effizienz von Prozessen. Aber auch Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein spielen eine wichtige Rolle für moderne und erfolgreiche Unternehmen.

Moderne Bürokonzepte: Diese 6 Möglichkeiten gibt es

Wir zeigen Dir im Folgenden sechs unterschiedliche Möglichkeiten einer modernen Bürogestaltung, die den individuellen Ansprüchen von Unternehmen gerecht werden. Erfahre außerdem, was in einem modernen Büro heutzutage nicht mehr fehlen darf!

1. Open-Space-Büros

Open-Space-Büros zeichnet ihre Offenheit aus: Diese Form eines modernen Büros stammt aus den USA, es handelt sich hierbei um Großraumbüros. Transparenz ist hier ein entscheidender Faktor, denn auf feststehende Wände wird verzichtet. Dünne und niedrige Trennwände kann es an den einzelnen Arbeitsplätzen geben, das ist aber kein Muss.

Die großräumigen und freien Strukturen spiegeln so auch die Offenheit von Arbeitsprozessen wider. Außer einzelnen Arbeitsplätzen gibt es häufig verschiedene Stationen für Meetings, die mit kleineren Tischen und Sitzgelegenheiten ausgestattet sind oder als Arbeitstische mit mehreren Stühlen von Glaswänden umgeben werden. Auch Lounge-Areale sind häufig Teil von Open-Space-Lösungen, um Gemeinschaftsbereiche für den sozialen Austausch zu schaffen.

Vorteile von Open-Space-Büros

  • Freieres Arbeiten: Der Verzicht auf Wände entspricht dem Ansatz, Barrieren im Kopf zu entfernen und freier zu arbeiten. Hinzu kommt, dass der offene Arbeitsraum teamübergreifenden Arbeitsweisen entspricht.
  • Kommunikation & Austausch: Weil es keine Barrieren in Form von Wänden oder geschlossenen Türen gibt, fließen Informationen unter Kollegen schneller und die Arbeitseffizienz steigt.
  • Flexibilität: Anders als beim typischen Großraumbüro, das mit kammerartigen Abtrennungen zwischen den einzelnen Arbeitsplätzen arbeitet, ist es in Open-Space-Büros eher üblich, bestimmte Bereiche wie etwa für Meetings durch entsprechendes Mobiliar wie Sofas, kleinere Tische und andere Sitzgelegenheiten, Teppiche oder Stellwände abzutrennen. Je nach Bedarf lassen sich diese einfach anders anordnen, wodurch man als Unternehmen flexibel bleibt und auf zunehmende oder abnehmende Mitarbeiterzahlen schnell reagieren kann.

Tipps: Das solltest Du bei Open-Space-Büros beachten

  • Tipp #1: Ermögliche Konzentration

Open-Space-Büros funktionieren wie Großraumbüros, entsprechend hoch kann der Lautstärkepegel sein. Dass die Konzentration angesichts Telefonaten, Trubel und Hektik nachlassen kann, ist verständlich. Es gibt aber verschiedene Möglichkeiten, auch in Open-Space-Büros fokussiert zu arbeiten: Welche das sind, erfährst Du in unserem Artikel „Konzentriert arbeiten in Großraumbüros“.

  • Tipp #2: Achte auf gute Lichtverhältnisse

Ab einer gewissen Unternehmensgröße kann nicht jeder Mitarbeiter in einem Open-Space-Büro am Fenster sitzen. Weil gute Lichtverhältnisse aber entscheidend sind, um gute Leistungen zu ermöglichen, ist es sinnvoll, dieser Schwierigkeit mit Tageslichtlampen und anderer Beleuchtung entgegenzuwirken.

  • Tipp #3: Schaffe Rückzugsorte

Dass man bei der Arbeit auch mal einen Rückzugsort benötigt, ist vollkommen normal. Denn schwierige Telefonate oder auch ein hohes Stresslevel verlangen nach Ruhe. Deshalb ist es empfehlenswert, auch in Open-Space-Büros Orte zu schaffen, an die sich Mitarbeiter begeben können, um für begrenzte Zeit Ruhe und Abstand zu gewinnen.

  • Tipp #4: Sorge für frische Luft

Unser Kopf braucht Sauerstoff, damit wir klar denken können und frisch im Kopf bleiben. Andernfalls drohen dauerhaft Schwindel und Kopfschmerzen und unsere Fehlerhäufigkeit nimmt zu. In Großraumbüros kann die Luftqualität durch die Menge an Mitarbeitern schnell sinken, deshalb solltest Du unbedingt Maßnahmen ergreifen, um eine gute Sauerstoffversorgung zu ermöglichen. Das gelingt Dir beispielsweise, indem Du luftreinigende Pflanzen aufstellst, wie zum Beispiel Arecapalmen. Auch eine Be- und Entlüftungsanlage ist hier langfristig eine absolut sinnvolle Investition.
 

2. Team-Büros

Team-Büros sind die abgeschwächte Version des Open-Space-Büros. Hier arbeitet nicht das gesamte Unternehmen in einem großen und offenen Büro zusammen, sondern nur einzelne Teams und Abteilungen.

In der Regel sitzen drei bis 25 Mitarbeiter in einem Gruppenbüro. Durch flexible Trennwände lassen sich die Büros jederzeit auf neue Gruppengrößen anpassen. Die Team-Büros sind außerdem nicht als klassisches Büro zu sehen, auch hier sollten Meeting Areas und Rückzugsmöglichkeiten einen Platz finden.

Vorteile von Team-Büros

  • einfache & effiziente Kommunikation: In Team-Büros können sich Mitarbeiter schnell untereinander austauschen und Teammitglieder sind in der Regel besser über Projektstände informiert.
  • Teamwork: Besonders kreative Teams haben die Möglichkeit, spontan neue Ideen zu entwickeln, ohne dafür den Arbeitsplatz verlassen zu müssen.
  • Zeitersparnis: Für kurze Absprachen oder Meetings muss der Raum nicht extra gewechselt werden. Ob direkt am Arbeitsplatz sitzend oder gemeinsam im Meeting-Bereich des Team-Büros – Meetings können spontan und zeiteffizient stattfinden.

Tipps: Das solltest Du bei Team-Büros beachten

  • Tipp #1: Biete Rückzugsmöglichkeiten
    Konzentriertes Arbeiten oder ein ruhiges Telefonat führen, kann auch bereits bei 25 Personen in einem Raum schwierig werden. Dafür kannst Du Ruheräume bieten oder kleine Kabinen innerhalb des Team-Büros aufstellen, die optimalerweise eine Lärmdämmung bieten (siehe dazu Tipp #3).
  • Tipp #2: Gestalte Team-Büros nicht zu groß
    Der Sinn eines Team-Büros ist es, dass alle Mitarbeiter eines Teams darin gemeinsam Meetings abhalten können. Sind die Büros zu groß, bilden sich hingegen einzelne Team-Gruppen, die sich untereinander abstimmen und so andere Mitarbeiter stören könnten.
  • Tipp #3: Ermögliche eine ruhige Arbeitsumgebung
    Damit der Geräuschpegel nicht zu hoch ist oder auch mal ein Meeting zwischen zwei bis drei Mitarbeitern stattfinden kann, kannst Du schallabsorbierende Trennwände, zum Beispiel zwischen Meeting Area und den Schreibtischen aufstellen. Weitere Tipps: schallabsorbierende Böden, Decken und Bilder (ja, das gibt es, zum Beispiel hier). Alternativ kannst Du auch einen Blick in unseren Artikel werfen, um Dich über weitere Möglichkeiten zu informieren, Lärm im Büro zu reduzieren.

3. Zellenbüros

Dieses traditionelle Bürokonzept stammt aus Zeiten, als architektonisch noch keine großflächigen Räume möglich waren. Zellenbüros sind kleine Räume, die für einzelne Mitarbeiter oder kleine Teams bis maximal sechs Personen Platz bieten. Die Büros befinden sich meist entlang der Hausfassade an den Fenstern. Dadurch entsteht in der Mitte der Büros ein Flur, von dem aus alle Räume zugänglich sind.

Mit der Zeit wurden die Wände teils durch Glaswände ersetzt, um das Bürokonzept offener zu gestalten und Tageslicht in den Flur zu lassen. Ein weiteres Plus dabei: Anders als bei geschlossenen Wänden entsteht so ein größerer Raumeindruck und die Räumlichkeiten wirken weniger beengend und freundlicher.

Wenn Du nun denkst, dass Zellenbüros mit einer modernen Bürogestaltung nur wenig zu tun haben, stimmt das nur bedingt. Denn heutzutage dienen Zellenbüros als eine praktische Ergänzung für Open-Space-Büros, zum Beispiel als vorübergehender Rückzugsort angesiedelt in einem bestimmten Bereich des Bürogebäudes.

Vorteile von Zellenbüros

  • konzentriertes Arbeiten: In einem Zellenbüro können Mitarbeiter ohne Lärmbelastung und Ablenkung durch andere Mitarbeiter konzentriert arbeiten. Das kann, je nach Art der Arbeit, dauerhaft oder über einen gewissen Zeitraum für Mitarbeiter hilfreich sein.

  • Vertraulichkeit: Mitarbeiter, die mit sensiblen Daten arbeiten, müssen spezielle Vorschriften des Datenschutzes erfüllen und benötigen ungestörten Freiraum. In einem Zellenbüro besteht keine Gefahr, dass jemand einen kurzen Blick auf die Daten erhascht und das Büro kann zum Feierabend verschlossen werden.
  • Teamarbeit: Zellenbüros sind für bis zu sechs Mitarbeiter sinnvoll. So können auch kleine Projektteams zusammenarbeiten, ohne dabei andere Kollegen zu stören.
  • Fensterplätze: Durch die Anordnung der Zellenbüros an den Außenfassaden sitzt jeder Mitarbeiter an oder in direkter Nähe zu einem Fenster und kann so die Vorzüge von Tageslicht genießen

Tipps: Das solltest Du bei Zellenbüros beachten

  • Tipp #1: Ermögliche effektive Prozesse

Sitzt jeder Mitarbeiter in seinem eigenen Büro, ist das eine große Hürde für eine schnelle Kommunikation. Projektstände oder andere Informationen müssen zuverlässig kommuniziert werden, da man sie nicht nebenbei, wie in einem Open-Space-Büro, mitbekommt. Eine Möglichkeit, die auch bei Zellenbüros zu einer besseren Kommunikation im Team beitragen kann, ist zum Beispiel Social Software für Unternehmen.

  • Tipp #2: Motiviere zum persönlichen Austausch

Wenn der Ansprechpartner nicht gegenübersitzt oder womöglich in einem ganz anderen Stockwerk, greifen viele Mitarbeiter zum Telefon. Das ist zwar an sich nicht schlecht, trotzdem tut direkter persönlicher Kontakt der Arbeitsatmosphäre gut. Denn die Mitarbeiter lernen sich so besser kennen und bewegen sich auch mehr. Kommuniziere Deinen Mitarbeitern klar, dass es vom Unternehmen gewünscht ist, sich Zeit für persönliche Gespräche zu nehmen. Das kannst Du zum Beispiel unterstützen, indem Du gezielte Lounge Areas oder Kaffeestationen anbietest, an denen der gemeinsame Austausch stattfinden kann.

  • Tipp #3: Veranstalte Teamtreffen

Allein in einem Büro kann es ganz schön einsam werden. Damit sich Deine Mitarbeiter nicht ausgegrenzt fühlen und der Teamzusammenhalt bestehen bleibt, kannst Du regelmäßige Meetings oder Teamtreffen ansetzen. Zum Beispiel für gemeinsame Workshops oder einfach in der Mittagspause. Weitere Tipps zur effizienten Verbesserung des Arbeitsklimas erhältst Du in unserem Artikel.

4. Reversible Büros

Die Idee hinter einem reversiblen Büro ist, dass es sich genauso spontan verändert wie die Projektteams des Unternehmens. Voraussetzung für das reversible Büro ist grundsätzlich eine große Bürofläche, die zum Beispiel für Großraumbüros gedacht ist.

Durch bewegliche Büroelemente lassen sich Arbeitsbereiche jederzeit nach Bedarf neu anordnen. Neue Projektteams erhalten so innerhalb kürzester Zeit genau die Arbeitsumgebung, die sie benötigen. Aber auch Arbeitsbereiche an sich lassen sich flexibel umgestalten: Einzelne Arbeitstische werden zum Beispiel im Handumdrehen zu einem Konferenztisch oder der Lunchplatz zu einer Meeting Lounge.

Für ein reversibles Büro kannst Du zum Beispiel folgende Elemente verwenden:

  • bewegliche und schallabsorbierende Raumteiler oder Leichtbauwände
  • bewegliche Sichtschutzelemente
  • leicht bewegliche Tische (z. B. mit Rollen)
  • Rollcontainer für Stauraum
  • einzelne Hocker, die sich zu einer größeren Sitzfläche anordnen lassen
  • höhenverstellbare Beistelltische (Lunch vs. Meeting)

 

Vorteile von reversiblen Büros

  • schnell anpassungsfähige Arbeitsumgebung: Neue Arbeitsgruppen können sich sofort die passende Arbeitsumgebung schaffen und uneingeschränkt mit der Umsetzung des neuen Projekts beginnen. Egal wie oft sich Projektteams verändern, ob du wöchentlich, täglich oder monatlich eine neue Arbeitsumgebung benötigst, spielt keine Rolle.
  • zukunftsträchtig: Das reversible Büro gilt aufgrund seiner Flexibilität als das zukunftsträchtigste Konzept der modernen Bürogestaltung. Viele Neubauten bieten deshalb gezielt architektonische Voraussetzungen für die Nutzung dieses modernen Bürokonzepts.
  • Platzersparnis: Durch das Zusammenschieben von Tischen zu einem großen Konferenztisch oder dem schnellen Umbauen von der Lunch Area zur Meeting Lounge, kannst Du auf zusätzliche Konferenzräume verzichten und hast mehr Platz für Deine Mitarbeiter.

Tipps: Das solltest Du bei reversiblen Büros beachten

  • Tipp #1: Achte auf flexible Stromanschlüsse
    Wenn Du auf der Suche nach einer passenden Bürofläche bist, achte darauf, dass Deine Mitarbeiter überall auf einen Stromanschluss zugreifen können und alle Arbeitsbereiche ausreichend ausgeleuchtet sind. Praktische Lösungen, die häufig zum Einsatz kommen, sind Stromanschlüsse, die an der Decke oder im Boden befestigt sind, und bewegliche Deckenstrahler.
     
  • Tipp #2: Erstelle eine Kosten-Nutzen-Analyse
    Zwar ermöglichen reversible Büros mehr Flexibilität, genau deshalb sind sie aber deutlich teurer als eine herkömmliche Büroausstattung. Überlege Dir genau, ob sich die Investition für Dich lohnt. Eine kostengünstigere Möglichkeit kann sein, das reversible Büro nur für bestimmte Abteilungen zu realisieren, die flexibel und schnell handeln müssen wie zum Beispiel Kreativteams.
     
  • Tipp #3: Stelle Informationen bereit
    Für teamexterne Kollegen kann es ganz schön unübersichtlich werden, wenn sich Arbeitsplätze plötzlich ändern und sie ihre Ansprechpartner oder Projektteams erst suchen müssen. Damit kein Frust entsteht, solltest Du, zum Beispiel über das Intranet, zeitnah über Veränderungen informieren.

5. Kombi-Büros

In einem Kombi-Büro findest Du, wie auch in einem Zellenbüro, einzelne Arbeitskojen entlang der Außenfassade. Der Unterschied: der „Flur“ ist hier eine Gemeinschaftszone. Kombi-Büros sind durch das Verlangen entstanden, den Problemen von Zellenbüros mit ihrer isolierten Arbeitsumgebung oder auch den eher lauten Großraumbüros entgegenzuwirken.

Bei Kombi-Büros bieten die einzelnen Arbeitskojen Platz für ein bis zwei Personen. Die Wände sind verglast, damit ausreichend Tageslicht in die Gemeinschaftszone scheint. Versetzbare Zwischenwände ermöglichen es, nach Bedarf flexibel Gemeinschaftsbüros oder Meetingräume zu schaffen.

In der Gemeinschaftszone befinden sich zum Beispiel:

  • Besprechungszonen
  • temporäre Arbeitsplätze
  • Meeting Lounges
  • Kaffeeautomaten
  • Pausenzonen

Vorteile von Kombi-Büros

  • konzentriertes Arbeiten: Trotz des Gemeinschaftsgedanken können die Mitarbeiter konzentriert und in einer ruhigen Umgebung an ihren Projekten arbeiten.
  • keine Isolation: Wer ist schon gerne allein? Was in Zellenbüros oft ein Problem ist, wird mit dem Kombi-Büro gelöst. Durch Glaswände und die Möglichkeit, gemeinsam Zeit zu verbringen, bleibt das Teamgefühl bestehen und der Mitarbeiter sieht sein Team und kommuniziert damit.
  • individuelle Arbeitsumgebung: Im Gegensatz zum Open-Space-Büro können die Mitarbeiter Temperatur oder Licht in Ihrer Arbeitskoje nach Belieben anpassen.

Tipps: Das solltest Du bei Kombi-Büros beachten

  • Tipp #1: Gestalte die Gemeinschaftszone ansprechend
    Gemeinschaftszonen nutzen Mitarbeiter nur dann, wenn sie einen Wohlfühlfaktor bieten. Dafür ist es wichtig, dass Du den Bereich trotz der verglasten Bürowände mit Tageslichtlampen ausreichend beleuchtest und durch bequeme, funktionale und schöne Möbel aufwertest.

  • Tipp #2: Biete einen Sichtschutz
    In einem Glas-Büro fühlt man sich schnell beobachtet oder durch visuelle Einflüsse aus der Gemeinschaftszone gestört. Rollläden, Stellwände oder Scheiben, die sich auf Knopfdruck abdunkeln lassen, bieten den Mitarbeitern gute Rückzugsmöglichkeiten.

  • Tipp #3: Plane ausreichend Platz in den Büros
    Durch die flexiblen Wände zwischen den Büros bleibt nur wenig Platz für Büromobiliar, da die Trennwände nach Möglichkeit nicht zugestellt werden sollten. Schränke kannst Du in einem Kombi-Büro deshalb nur direkt im Raum oder an den Außenwänden aufstellen. Außerdem sitzt kein Mitarbeiter gerne auf beengtem Platz, auch wenn Glaswände den Raum größer wirken lassen.

6. Non-territoriale Arbeitsplätze

In einem Büro mit non-territorialen Arbeitsplätzen haben Mitarbeiter keine festen Sitzplätze mehr und können täglich einen neuen Arbeitsplatz wählen.

Die Idee dahinter ist, die Anzahl an Arbeitsplätzen zu reduzieren und bestehende Arbeitsplätze besser zu nutzen. Dieser Verzicht auf ungenutzte Arbeitsplätze spart Raum und Kosten.

Non-territoriale Arbeitsplätze zu nutzen ist sinnvoll, wenn viele Mitarbeiter

  • remote arbeiten,
  • im Homeoffice sind,
  • halbtags arbeiten und sich einen Platz teilen können,
  • im Vertrieb oder
  • Kundendienst

außer Haus tätig sind.

Wichtig: Bei dieser Form der modernen Bürogestaltung solltest Du die richtige Sharing Rate ermitteln. Hast Du zum Beispiel 100 Mitarbeiter und bietest 80 Arbeitsplätze, liegt Deine Sharing Rate bei 0,8. Wie hoch die optimale Sharing Rate ist, muss jedes Unternehmen selbst ermitteln, denn dabei spielen immer individuelle Anforderungen eine wichtige Rolle. Aber Achtung: Die Sharing Rate sollte nie über 1,0 liegen, denn das würde heißen, dass es nicht genug Platz für alle Mitarbeiter gibt. Das solltest Du unbedingt vermeiden.

Vorteile von non-territorialen Arbeitsplätzen

  • Platz- und Kostenersparnis: Reduzierst Du die Arbeitsplätze in Deinen Büroräumlichkeiten, kannst Du entweder ein kleineres Büro mieten und sparst dadurch Kosten, oder Du bietest Deinen Mitarbeitern neue Möglichkeiten, ungenutzten Raum zu nutzen. Zum Beispiel wird es so möglich, neue Meeting Lounges oder mehr Platz für Chill-Out Areas zu schaffen.
  • flexible Zusammenarbeit: Deine Mitarbeiter können täglich ihre Zusammenarbeit flexibel gestalten. Benötigen sie an einem Tag Ruhe, um konzentriert zu arbeiten, können sie sich am nächsten Tag als Team zusammenfinden, um zu brainstormen oder sich auszutauschen.
  • erhöhte Sauberkeit: Bei täglich wechselnden Arbeitsplätzen ist eine Clean Desk Policy unumgänglich. Denn jeder Mitarbeiter möchte und soll auch am nächsten Tag einen sauberen Sitzplatz vorfinden. Der Vorteil: Die Büromöbel werden besser gepflegt und es lohnt sich in hochwertigere Büromöbel zu investieren.

Tipps: Das solltest Du bei non-territorialen Arbeitsplätzen beachten

  • Tipp #1: Reserviere Sitzgruppen für Abteilungen
    Ermögliche Arbeitsgruppen oder Abteilungen eine Homebase, damit sie jederzeit die Möglichkeit haben als Team zusammenzusitzen und -zuarbeiten.
  • Tipp #2: Biete Stauraum für Persönliches
    Sei es ein Rollcontainer, Ablagefächer oder Boxen – jeder Mitarbeiter hat persönliche Utensilien und Arbeitsmaterialien, die er oder sie täglich bei sich haben möchte. Biete deshalb am besten einen festen Platz für Rollcontainer oder Schließfächer, in die Deine Mitarbeiter abends Laptop und Co. sicher verstauen können.
  • Tipp #3: Richte Ausweichmöglichkeiten ein
    Wächst Dein Unternehmen oder sind Quartalsmeetings oder Ähnliches vorgesehen, wird der Tag kommen, an dem mehr Mitarbeiter im Büro sind als die Sharing Rate zulässt. Für solche Tage solltest Du eine vorübergehende Lösung anbieten können. Zum Beispiel kannst Du die Lounge Area zum Arbeitsplatz umfunktionieren oder aber, Du bietest Gutscheine für ein arbeitsfreundliches Café in der Nähe an. Dass es zu solchen Engpässen kommen kann, solltest Du natürlich von Anfang an kommunizieren, damit sich Deine Mitarbeiter darauf einstellen können.

 

3. Fragen zu modernen Bürokonzepten an Philipp Riedel, Geschäftsführer von AVANTGARDE Experts

Wir von AVANTGARDE Experts werden im Dezember neue Büroräume beziehen. Dabei hat sich insbesondere unser Geschäftsführer Philipp Riedel ausgiebig mit den verschiedenen Möglichkeiten moderner Bürokonzepte, ihren Vor- und Nachteilen auseinandergesetzt. Diese Gelegenheit haben wir natürlich genutzt und ihn zu seinen wichtigsten Einsichten befragt.

 

Der erfolgreiche Jungunternehmer und Geschäftsführer von AVANTGARDE Experts richtet die Unternehmensstrategie und sein Handeln täglich auf die Zukunft aus. Hier bilden insbesondere eine innovationsfördernde Unternehmenskultur mit einer modernen Personalführung, die den einzelnen Mitarbeiter in den Mittelpunkt stellt und eine zukunftsfähige Vertriebsorganisation die Kernelemente seines unternehmerischen Schaffens. Als proaktiver Mitgestalter der Arbeitswelt von morgen möchte er seine Mitarbeiter mit einem neuen Büro überraschen und damit maßgeblich die Weichen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit stellen.

AVANTGARDE Experts: Warum geht der Trend weg von der klassischen Bürogestaltung hin zu Konzepten wie Open Space oder Shared Desk?

Philipp Riedel: Die Arbeitswelt wird wandelbarer, die Jobs ändern sich schneller, die Vernetzung zwischen Abteilungen und Menschen ist deutlich wichtiger. Das heißt: Zusammenarbeit geht vor Arbeit und das ist ein entscheidender Aspekt für die Wahl des richtigen Bürokonzepts. Wo immer es möglich ist, sollten Unternehmen deshalb die Möglichkeit zum Austausch bieten. Die Kollegen müssen mitbekommen können, was der andere macht. Silobildungen sind out!

AVANTGARDE Experts: Können moderne Bürokonzepte allen Ansprüchen von Mitarbeitern gerecht werden?

Philipp Riedel: Ja und nein. Generell sind Rückzugszonen, Gemeinschaftsräume, Treffpunkte und so weiter sehr wichtig. Die Mitarbeiter, die am besten vernetzt sind, sind auch die wertvollsten Mitarbeiter für das Unternehmen, weil sie über den berühmten Tellerrand schauen können und weniger vom „Silodenken“ befangen sind. Sie verstehen Kollegen und Zusammenhänge besser.

Trotzdem ist es ab und an wichtig, dass vor allem sehr kreative Mitarbeiter auch in anderen Räumlichkeiten arbeiten oder bei Weiterbildungen, Workshops, etc. mal aus den „eigenen 4 Wänden“ rauskommen und etwas anderes sehen. Denn gerade das führt oft zu außergewöhnlichen Ideen.

AVANTGARDE Experts: Was sind die größten No-Gos beim Etablieren eines neuen Bürokonzeptes?

Philipp Riedel: Ich würde sagen, dass es fünf große No-Gos für moderne Unternehmen bei der Konzeptionierung von Büros gibt:

  • zu viele „Chefbüros“ und Denken in starren Hierarchien
  • an guten Stühlen und Tischen zu sparen
  • Gemeinschaftsräumen zu wenig Aufmerksamkeit zu schenken
  • an gutem Kaffee und Getränken zu sparen
  • Duschmöglichkeiten für sportliche Kollegen zu vergessen

Weitere Tipps für moderne Büros

Ein modernes Büro zeichnet sich natürlich nicht nur durch eine bestimmte Sitzordnung und Raumaufteilung aus. Zu einer modernen Bürogestaltung gehört noch viel mehr, zum Beispiel:

Wenn Du nach weiteren Inspirationen suchst, wie andere Unternehmen eine moderne Bürogestaltung umsetzen, dann schau in unserem Artikel „Büro der Zukunft: Thinktanks und freie Platzwahl“ vorbei: Hier stellen wir Dir die konkreten Lösungen der Bürokonzepte von Microsoft, Cisco und Adidas vor.

Auf in Dein modernes Büro!

Jetzt musst Du nur noch die passende Bürogestaltung für Dich festlegen. Damit Dir die Entscheidung leichter fällt, hier nochmal ein kleiner Überblick für Dich:

  • Open-Space-Büro: Deine Mitarbeiter sind ein großes Team und arbeiten eng zusammen.
  • Team-Büros: Du hast viele einzelne Abteilungen oder Teams, die eng zusammenarbeiten.
  • reversible Büros: Deine Projektteams ändern sich sehr oft und in kürzester Zeit.
  • Kombi-Büros: Bei Dir findet eine rege Teamarbeit statt und gerne ein spontanes Meeting.
  • non-territoriale Arbeitsplätze: Viele Deiner Mitarbeiter arbeiten remote oder außer Haus beim Kunden.

Eine moderne Bürogestaltung ist außerdem ein tolles Argument bei der Mitarbeitersuche. Wenn Du noch Hilfe bei der Suche nach einem neuen Experten oder Spezialisten brauchst, unterstützen wir Dich gerne mit unseren individuellen Recruiting-Lösungen.

Bist Du dagegen Arbeitnehmer und Dein Büro ist Dir viel zu konventionell? Dann schau auf unserer Jobbörse vorbei. Dort findest Du viele spannende Jobs, die Dir vielleicht Dein modernes Traumbüro bieten.

Wir freuen uns auf Dich!

 

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