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Deutschlands Angestellte und die Digitalisierung – Viele Ängste, aber auch viele Chancen

19.11.2018
Digitaler Wandel

Egal ob KI, Big Data oder Robotik - der digitale Wandel ist in aller Munde und spielt insbesondere im beruflichen Kontext bei einer Vielzahl von Unternehmen seit Jahren eine entscheidende Rolle. Doch wie nehmen Angestellte die digitale Transformation wahr? In einer deutschlandweiten, bevölkerungsrepräsentativen Umfrage ist AVANTGARDE Experts genauer auf diese Fragestellung eingegangen und hat das Thema Digitalisierung aus der Perspektive der Mitarbeiter näher beleuchtet.

Auch wenn die Digitalisierung eine der größten Herausforderungen von Unternehmen deutschlandweit darstellt und oftmals die Ansicht vertreten wird, dass Deutschland im internationalen Vergleich noch Nachholbedarf hat, zeichnet die neueste bevölkerungsrepräsentative Studie von AVANTGARDE Experts ein differenzierteres Bild in Bezug auf die von der digitalen Transformation tatsächlich betroffenen Mitarbeiter. Hierzu wurden deutschlandweit insgesamt über 1.000 sozialversicherungspflichtige Angestellte zur digitalen Transformation in ihrem jeweiligen beruflichen Umfeld befragt, aus deren Antworten sich teilweise auch Unerwartetes ergeben hat.

DIGITAL NATIVES: TROTZ DIGITALER KOMPETENZEN SCHLECHT VORBEREITET

Auf die Frage, inwieweit sich die Angestellten im Allgemeinen auf die Digitalisierung vorbereitet fühlen, gab zwar die Mehrheit der befragten Personen an, dass sie sich gut bis sehr gut auf den digitalen Wandel vorbereitet sieht (61%), jedoch zeichnet sich bei einer genaueren Unterteilung der Antworten anhand von Altersgruppen ein interessantes und eher unvermutetes Bild. Überraschenderweise fühlt sich genau die Altersgruppe der sogenannten Digital Natives (18-29 Jahre), die als einzige Teilnehmergruppe bereits mit digitalen Medien und dem Internet aufgewachsen ist, im Vergleich zu anderen Altersgruppen, wie den 30- 39-Jährigen bzw. den 40- 49-Jährigen schlechter auf die Digitalisierung vorbereitet. Beruhend auf der vorherrschenden Internetaffinität der Digital Natives lässt sich dieses Umfrageergebnis aktuell noch nicht näher erläutern und bedarf einer separaten Befragung.

Ältere Dame mit Hut

FÜHRUNGSKRÄFTE: GUT VORBEITET AUF DEN DIGITALEN WANDEL UND DOCH ÄNGSTLICH

Zusätzlich zu einer Aufschlüsselung nach Altersgruppen wurden zudem Zusammenhänge zwischen den Antworten der Teilnehmer und ihrer jeweiligen beruflichen Position untersucht. Hierbei konnte festgestellt werden, dass die Antworten der Befragten in der Tat auch von ihrer jeweiligen Position und damit verbundener etwaiger Führungs- und Personalverantwortung abhängen. So fühlen sich zum Beispiel Führungskräfte mit Personalverantwortung, mit ca. 70%, am besten auf den digitalen Wandel vorbereitet, wohingegen nur knapp 30% der geringfügig Beschäftigten sich gut vorbereitet fühlen. Ein dazu konträres Ergebnis zeigen die Antworten auf die Frage nach der Angst vor der Digitalisierung. Hier stellten, trotz eines persönlichen guten Gefühls der Vorbereitung auf den digitalen Wandel, die Führungskräfte die Gruppe mit der größten Angst vor negativen Folgen der Digitalisierung dar. Eine mögliche Ursache hierfür könnte darin liegen, dass sich Führungskräfte intensiver mit der Digitalisierung beschäftigen und somit bereits im Vorfeld besser abschätzen können, was mögliche Auswirkungen sein können.

Digital Native an Laptop

ZUFRIEDENE ARBEITNEHMER SEHEN DIGITALE TRANSFORMATION POSITIVER

Des Weiteren ließen sich nicht nur anhand der jeweiligen Position Zusammenhänge bei den Ergebnissen erkennen, sondern auch die allgemeine Arbeitszufriedenheit spielt eine maßgebliche Rolle inwieweit die befragten Personen u.a. negative Konsequenzen der zunehmenden Digitalisierung befürchten. 75% aller Befragten, die angegeben hatten, dass sie mit ihren Arbeitsbedingungen zufrieden sind, fürchteten sich deutlich weniger vor etwaigen negativen Folgen der digitalen Transformation, wie Personen, die mit ihren Arbeitsbedingungen eher unzufrieden sind.

Führungskraft zufrieden

DIGITALISIERUNG: DIE CHANCEN ÜBERWIEGEN

Allgemein birgt für die Gesamtzahl der Teilnehmer der digitale Wandel mehr Chancen (67%) als Risiken (33%) und die Transformation führt zu einer Verbesserung der Work-Life-Balance (57%) als zu einer Überforderung (43%). Insbesondere positive Auswirkungen, wie Zeitersparnis durch Unterstützung und flexiblere Arbeitsbedingungen erhoffen sich jeweils fast die Hälfte aller Befragten. Abschließend lässt sich feststellen, dass, obwohl eine deutliche Mehrheit der Befragten generell angibt, dass sie die Auswirkungen der Digitalisierung als aktuell nicht absehbar empfindet, die Befragung ein überwiegend positives Bild des digitalen Wandels und dessen vermeintlichen Folgen aus Sicht der Angestellten zeichnet.

FAZIT

Die Digitalisierung und ihre Folgen bringen viele Möglichkeiten mit sich, die auch bereits in unserem Artikel zu dem Thema moderne Arbeitswelten beschrieben werden. Die weitere Entwicklung bleibt auf jeden Fall spannend zu beobachten. Wenn Du die Chancen der Digitalisierung für Dich nutzen möchtest und auf der Suche nach einem neuen Job bist, dann schau doch bei unserer Jobbörse vorbei und bewerbe Dich auf eine unserer vielen attraktiven Stellen.

Bildnachweis: Titelbild © pexel/Bruce Mars , Bild 1 © unsplash/Alex Harvey, Bild 2 © pexel/Bruce Mars, Bild 3 © pexel/Bruce Mars, Bild 4

19.11.2018

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