Mindful Leadership bzw. achtsame Führung liegt im Trend

Mindful Leadership – mit Achtsamkeit zu erfolgreicherer Führung

Regelmäßig laufen E-Mails in Dein Postfach, das Handy leuchtet ständig auf, die Mitarbeiter benötigen etwas von Dir und gleichzeitig sollst Du Deine Leistung bringen? Wenn Du stressige Situationen wie diese nur zu gut kennst, dann solltest Du nicht versuchen, noch schneller in Deiner Arbeitsweise zu werden, sondern stattdessen innehalten und vollkommen präsent im gegenwärtigen Moment werden. Diese Achtsamkeit hilft Dir dabei, ein besserer Leader zu werden. Doch was genau ist Achtsamkeit, was zeichnet eine achtsame Führungskraft aus, welche Vor- und Nachteile hat das Konzept der Mindful Leadership und wie wirst Du selbst zu einer achtsamen Führungspersönlichkeit?
17
Nov
2020

Mindful Leadership: Das Wichtigste zum Thema achtsame Führung in Kürze

Mindful Leadership ist eine besondere Führungseigenschaft zur Eigensteuerung und Eigenwarnehmung durch die Praxis der Achtsamkeit.

Wir leben heute in einer schnelllebigen Zeit, in der bisherige Vorgehensweisen zunehmend an Bedeutung verlieren und Deine Mitarbeiter höhere Erwartungen an Dich haben. Die Belastung durch die Arbeit ist außerdem enorm gewachsen. Achtsamkeit hilft Dir dabei, Dich den Herausforderungen dieser Welt zu stellen – gelassen und gleichzeitig fokussiert auf die wirklich wichtigen Aufgaben.

Ein Unternehmen und seine Mitarbeiter profitieren in vielfacher Weise von Mindful Leadership. Die Mitarbeiter gehen motivierter zur Arbeit, Fehltage durch Krankheitsausfälle reduzieren sich. Dank einer achtsamen Unternehmenskultur wird zudem die Work-Life-Balance optimiert und die Produktivität gesteigert. Außerdem ist die Identifikation mit dem eigenen Unternehmen höher.

Die Achtsamkeitspraxis im Unternehmen darf nicht so weit gehen, dass Du als achtsame Führungskraft Konflikte oder Herausforderungen meidest. Außerdem musst Du Deinen Mitarbeitern gegenüber weiterhin klar kommunizieren, welche Erwartungen Du an sie hast und sie gegebenenfalls auch maßregeln. Nicht zuletzt musst Du dir bewusst sein, dass Du niemanden zwingen kannst, an Achtsamkeitsübungen teilzunehmen.

Definition: Was ist Mindful Leadership?

Warum brauchen moderne Führungskräfte Fähigkeiten in Mindful Leadership?

Ob Digitalisierung, soziale Medien oder Wandel zur Wissensgesellschaft: Wir leben heute in einer schnelllebigen und globalen Welt, in der bisherige Prozesse und Strategien über Nacht an Bedeutung verlieren und sich die Erwartungen seitens der Mitarbeiter an ihre Vorgesetzten gewandelt haben. Zudem spüren immer mehr Führungskräfte selbst, dass sie aufgrund der zunehmenden Belastung durch die Arbeit in den letzten Jahren und Jahrzehnten einen anderen Führungsstil benötigen, um weiterhin effizient arbeiten zu können und ihre psychische Gesundheit zu schützen.

Laut Führungskräfte-Radar 2019 der Bertelsmann-Stiftung fühlen sich ein Drittel der Führungskräfte in Deutschland belastet und verunsichert. Dazu gesellen sich die Herausforderungen durch die Corona-Pandemie, die die digitale Transformation beschleunigen und Führungskräfte als Remote Leader fordern.

Da Du als Führungskraft die stressige Umwelt nur bedingt ändern kannst, musst Du Dich an die Bedingungen dieser VUCA-Welt anpassen. Hierzu zählt auch zu wissen, was sich Mitarbeiter heute wünschen:

  • eigenverantwortliches Arbeiten
  • wertschätzende Zusammenarbeit und Kommunikation auf Augenhöhe mit der Führungskraft
  • Flexibilität bei der Arbeitsgestaltung
  • ein innovationsförderndes Umfeld

Um den Erwartungen der Mitarbeiter gerecht zu werden, benötigst Du neue Fähigkeiten, insbesondere Soft Skills wie Empathiefähigkeit. Das bedeutet für Dich als Führungskraft: Du musst Dein Skill-Set erweitern. Mindful Leadership ist hier der richtige Ansatz – also Führung nach den Regeln der Achtsamkeit. Während in den Neunzigerjahren die Achtsamkeit noch in einen Topf mit Esoterik geworfen wurde, ist sie heute eine wissenschaftlich belegte, relevante Führungseigenschaft.

Untersuchungen haben gezeigt, dass sich das Stressniveau für Führungskräfte mit Achtsamkeit (Mindfulness) und einem achtsamen Führungsstil senken lässt. Durch Achtsamkeit lernst Du, in Stresssituationen einen kühlen Kopf zu bewahren, besser mit Deinen Mitarbeitern umzugehen sowie Dich auf das Wesentliche bei Deiner Arbeit zu fokussieren. Dabei blendest Du negative Gedanken und Emotionen nicht aus, sondern schenkst Deine volle Aufmerksamkeit der Situation im Hier und Jetzt und nimmst vorurteilsfrei alles nur wahr. Wie ein neutraler Beobachter, der alle Wahrnehmungen neugierig betrachtet und nicht bewertet.

Achtsamkeit ist eine wichtige Führungsqualität.

Gerade in Zeiten der Corona-Krise und Remote-Arbeit können Achtsamkeitsübungen wie Meditation dabei helfen, Deine Aufgaben konzentrierter und erfolgreicher zu erledigen – dies insbesondere, wenn Teams und Abteilungen zunehmend im Homeoffice arbeiten und Kommunikation sowie Begegnungen überwiegend virtuell stattfinden. Denn regelmäßige Achtsamkeitsübungen und Meditation verändern nachweislich unser Gehirn. So schrumpft die Amygdala, der Teil unseres Gehirns, der auch als Angstzentrum dient, während der Hippocampus, der für unser Gedächtnis und das Lernen essentiell ist und auch eine wichtige Rolle bei der Regulation unserer Emotionen spielt, wächst.

Durch dieses durch Achtsamkeit erweiterte und verbesserte Skill-Set entfaltest Du Dein volles Potenzial und erreichst als Digital Leader mit Deinem Team schneller und gleichzeitig entspannter die gesteckten Ziele.

Was versteht man unter Achtsamkeit?

Doch was versteht man unter dem populären Begriff der Achtsamkeit eigentlich? Ursprünglich stammt die Idee der Achtsamkeit aus dem Buddhismus. Nach dem US-Medizinprofessor und Begründer der Mindfulness-Based-Stress-Reduction Dr. John Kabat-Zinn gilt Achtsamkeit als eine bestimmte Form der Aufmerksamkeit, die

  • sich auf den derzeitigen Moment bezieht,
  • absichtsvoll (heißt: Du fokussierst Dich bewusst auf den gegenwärtigen Moment) und
  • nicht wertend ist.

Nicht wertend bedeutet: Akzeptiere die gegenwärtige Situation und Deinen aktuellen Zustand einfach, wie er ist – sowohl mental als auch mit Deinem Körper. Nimm genau und unvoreingenommen wahr, „was da ist“. Das können Sinneseindrücke, Gedanken, Gefühle, körperliche Vorgänge sowie alles sein, was um Dich herum in Deiner Arbeit geschieht.

Wichtig: Ordne keine dieser Wahrnehmungen in Schubladen von „gut“ oder „schlecht“ ein. Diese reißen Dich – wie ein Autopilot – zu gewohnheitsmäßigen Reaktionen hin. Ohne wertende Schubladen lernst Du Dich als Mensch und auch als achtsame Führungskraft mit der Zeit immer besser kennen. Du beginnst, alte Denkmuster aufzulösen und steigerst Dein Selbstbewusstsein, da Du Dich von den Ablenkungen und dem Stress im Außen zu distanzieren beginnst und in Verbindung mit Deinen eigenen inneren Werten handelst.

Das Innehalten schafft zudem die Grundlage für bewusste Entscheidungen und angemessenes Verhalten, da Du erkennen wirst, dass zwischen Reiz und Reaktion ein Zeitfenster ist, in welchem Du frei von Automatismen agieren kannst. Wenn Du Dich komplett in der Gegenwart befindest, bist Du frei von Belastungen der Vergangenheit und Sorgen über die Zukunft. Dies gibt Deinem Körper und Geist Gelegenheit zur Regeneration. So kannst Du als Führer – auch in Krisensituationen – jederzeit achtsame Führung praktizieren und besonnen handeln. 

Zwar mag diese wertfreie Beobachtung und Annahme der Gegenwart zunächst schwierig für Dich sein, doch mit regelmäßiger Anwendung kannst Du diese Technik erlernen und davon sowohl beruflich als auch privat profitieren.

Grafik zu Autopilot vs. Achtsamkeit im Denken

Was zeichnet eine achtsame Führungskraft aus?

Die wichtigste Eigenschaft einer achtsamen Führungskraft ist die Selbstführung. Denn nur, wenn Du Dich selbst kennst, Deine Werte, Einstellungen und Motive, und auf Deine Handlungen und Emotionen bewusst Einfluss nimmst, bist Du auch offen für andere und kannst andere führen. Achtsamkeit trägt dazu bei, alte Gewohnheiten und Verhaltensweisen, die das aktuelle Geschehen negativ beeinflussen, zu unterbrechen und an deren Stelle bewusste Entscheidungen zu setzen, die für effizientes Führungsverhalten unerlässlich sind. 

Weitere Charakteristika einer achtsamen Führungspersönlichkeit:
  • Sie zeichnet sich durch hohes fachliches Können in Mitarbeiterführung, Teamleitung, Gesprächsführung und Entscheidungsfindung aus und überzeugt mit einer klaren Kommunikation auf Augenhöhe.
  • Der wertschätzende Umgang mit Mitarbeitern liegt ihr ebenso am Herzen wie ein nachhaltiger Umgang mit der Umwelt und Ressourcen.
  • Durch regelmäßige Achtsamkeitspraxis sorgt eine achtsame Führungskraft für ihre geistige, körperliche und seelische Gesundheit und ist so ein gutes Vorbild für ihr Team.

Welche Unternehmen setzen auf Mindful Leadership?

Achtsamkeit ist die beste Maßnahme, um das Gefühl von Überforderung und Stress bei den eigenen Mitarbeitern zu reduzieren. Mit entsprechenden Angeboten beugen Unternehmen damit körperlichen und psychischen Erkrankungen sowie Burnouts vor. Doch nicht nur das: Gelebte Achtsamkeit im Arbeitsumfeld führt auch zu mehr kreativen Lösungen, weniger Fehlern, gesteigerter Zufriedenheit und höheren Gewinnen.

Wie bei anderen Themen war Google auch beim Thema Achtsamkeit ein Pionier. Bereits im Jahr 2007 hob der Internetkonzern ein Meditationsprogramm mit dem Namen „Search inside yourself“ aus der Taufe, das zum Renner wurde. Tausende Google-Mitarbeiter haben den Kurs bislang gemacht. Die positiven Resultate veröffentlicht der Konzern auch in regelmäßigen Reports auf seinen Seiten. Übrigens: Von Googles Know-how in Sachen Achtsamkeit können mittlerweile alle Unternehmen profitieren. Zur Vermarktung des achtsamkeitsbasierten Führungskräfteprogramms wurde eigens das Institut Search Inside Yourself Leadership Institute (SIYLI) gegründet.

Der Achtsamkeitstrend ist längst in Deutschland angekommen. Unternehmen wie SAP, Siemens, Merck oder RWE bieten ihren Mitarbeitern und Führungskräften Achtsamkeitstrainings an. Auch die Europäische Zentralbank oder die Deutsche Bank sind von den positiven Auswirkungen von Meditationskursen überzeugt. Und selbst kleine und mittlere Unternehmen führen Kurse und Trainings in Achtsamkeit für ihre Belegschaft durch.

Achtsame Führung: Was sind die Vorteile, wo liegen die Grenzen von Mindful Leadership?

Warum sollten Du und Deine Mitarbeiter sich mit dem Thema Achtsamkeit beschäftigen? Achtsamkeit hat zahlreiche Vorteile für Dich als Führungskraft, aber auch für das Unternehmen. 

Mindful Leadership hat zahlreiche Vorteile für Unternehmen.

Positive Auswirkungen erhöhter Achtsamkeit auf Unternehmen

  • Die Mitarbeitermotivation steigt, da belastende Ereignisse objektiver betrachtet werden können.
  • Eine achtsame Unternehmenskultur reduziert die Fehltage durch Krankheit.
  • Durch eine achtsame Unternehmenskultur verbessert sich die Work-Life-Balance.
  • Die Produktivität steigt durch effektivere Führungstätigkeit.
  • Die Mitarbeiter identifizieren sich mehr mit dem Unternehmen und es gibt weniger Fluktuation.

Positive Auswirkungen erhöhter Achtsamkeit für Führungskräfte

  • Die Konzentrationsfähigkeit und Kreativität steigen, da herausfordernde Situationen dank Mindful Leadership neu wahrgenommen werden.
  • Achtsamkeit bietet nachhaltige Strategien zur Bewältigung von Stress im Arbeitsalltag und reduziert das eigene subjektive Stressempfinden.
  • Die Selbst- und Fremdwahrnehmung verbessert sich, wodurch sowohl die eigenen körperlichen und geistigen Grenzen der Belastung als auch Warnsignale bei Mitarbeitern frühzeitiger und besser erkannt werden.
  • Führungskompetenzen wie Emotionale Intelligenz und eine schnelle Entscheidungsfähigkeit werden geschult und ein selbstbewusster, authentischer Führungsstil entwickelt sich.
  • Die Fähigkeit zur besseren Steuerung eigener Gefühle wird gesteigert.
  • Achtsamkeit begünstigt Empathie, Perspektivübernahme und die eigene Kommunikations- und Netzwerk-Kompetenz.

Grenzen von Mindful Leadership

Laut US-Führungskräftecoach David Brendel hilft achtsame Führung nicht nur bei der Stressbewältigung oder um die Leistungen der eigenen Mitarbeiter zu steigern – zwei Risiken musst Du immer im Blick behalten:

  • Vermeidung von Konflikten: Die gelebte Achtsamkeit im Job darf nicht dazu führen, Problemen oder herausfordernden Situationen im Arbeitsalltag aus dem Weg zu gehen und schwache Leistungen einfach zu akzeptieren. Du musst auch weiterhin klar gegenüber Deinen Mitarbeitern ansprechen, wenn Erwartungen oder Ziele nicht erfüllt worden sind und Arbeitsverweigerer maßregeln oder kündigen. Jedoch hilft Dir Achtsamkeit dabei, mit mehr Empathie und Verständnis auf Dein Gegenüber zu reagieren und sein Fehlverhalten besser nachzuvollziehen.
  • Gruppenzwang: Achtsamkeit lässt sich nicht von oben verordnen. Das bedeutet: Kein Mitarbeiter sollte gezwungen werden, an Achtsamkeitstrainings im Unternehmen teilzunehmen. Das würde dem Gedanken des Achtsamkeitsansatzes widersprechen und genau das Gegenteil dessen bewirken, was man eigentlich erreichen möchte – nämlich das Stresslevel bei der Arbeit zu reduzieren.
Aurelia Hack

Achtsamkeit lernen: 5 Trainings-Tipps von Aurelia Hack

"Ein achtsames Bewusstsein will gelernt sein", sagt Aurelia Hack – Gesundheitsexpertin, Autorin und Stress-Coachin. Im Folgenden verrät sie Dir einige einfache Übungen, die Du problemlos in Deinen Arbeitsalltag integrieren kannst, um Deinen Stress zu managen, Deine Aufmerksamkeit zu schulen und Dir ein Gespür für das Hier und Jetzt zu vermitteln.

1. Nimm Deine Umgebung mit all Deinen Sinnen wahr

Diese Übung kannst Du mehrmals täglich machen, um Achtsamkeit für Führungskräfte zu praktizieren. Stelle dir am besten einen stündlichen Reminder. Nenne leise oder im Geist fünf Dinge, die Du siehst, dann vier Dinge, die Du hörst, anschließend drei Dinge, die Du fühlst, danach zwei Dinge, die Du riechst und zum Schluss nenne eine Sache, die Du schmeckst. Die Übung hilft Dir dabei, Dich besser auf die Gegenwart und letztendlich Deine Arbeit zu konzentrieren.

2. Nimm Dir Zeit, nichts zu tun

Wenn Du in der Früh ins Büro oder Du gerade aus der Mittagspause kommst, stürze Dich nicht gleich auf die Aufgaben Deiner To-do-Liste. Mache es Dir zunächst auf Deinem Bürostuhl bequem und praktiziere achtsames Nichtstun. Wenn Du merkst, dass Deine Gedanken nicht im gegenwärtigen Moment bleiben können, dann richte Deine Aufmerksamkeit auf Deinen Atem und zähle beispielsweise Deine Atemzüge.

3. Sei dankbar

Wer fähig ist, Dankbarkeit zu zeigen und sich auf die positiven Seiten des Lebens zu fokussieren, ist nachgewiesenermaßen glücklicher und glückliche Menschen haben mehr Erfolg im Beruf. Außerdem können unangenehme Emotionen, wie Angst oder Nervosität, zeitgleich mit dem Gefühl von Dankbarkeit nicht bestehen und treten dadurch in den Hintergrund. Halte daher inne und sei von Zeit zu Zeit dankbar und finde jeden Tag die positiven Erlebnisse:

  • Schreibe morgens vor Arbeitsbeginn auf, wofür Du dankbar bist. Dies können kleine Dinge, wie der gute Kaffee, der vor Dir auf dem Tisch steht sein oder auch große Dinge, wie Deine Kinder. Wichtig ist es, damit Du nicht in Automatismen verfällst, täglich neue Dinge zu finden, für die Du dankbar bist.
  • Nimm Dir nach der Arbeit kurz Zeit und richte Deine Aufmerksamkeit auf die positiven Dinge des Tages. Was ist Dir gut gelungen? Worauf kannst Du stolz sein? Was lief generell einfach gut?
  • Notiere Dir abends in einer Art Tagebuch, was Du heute für einen Mitarbeiter getan hast und Dich mit Glück erfüllt hat.

4. Nimm Deine Atmung bewusst wahr

Auch Atemübungen lassen sich problemlos in den Arbeitsalltag integrieren. Bewusstes Ein- und Ausatmen fördert Deine Achtsamkeit und steigert Dein körperliches Wohlgefühl. Neben einer verbesserten Sauerstoffversorgung reduziert die tiefe Atmung Stress und Verspannungen. Spitzensportler nutzen diese Technik, um innerhalb von Sekunden Körper und Geist wie einen Computer neu zu starten. Auch Du kannst vor einem wichtigen Meeting mit einem einzigen achtsamen Atemzug Deine geistige und körperliche Frische wiedererlangen. Hierfür ist es wichtig, bewusst in den Bauch tief ein- und auszuatmen, da durch die Bauchatmung unser parasympathisches Nervensystem aktiviert wird – der Teil des vegetativen Nervensystems, der für Entspannung und Ruhe sorgt.

5. Plane Ruhezeiten im Arbeitsalltag ein

Plane in Deinem Kalender bewusst Ruhezeiten ein, in denen Du keine Mails liest, Dein Handy ausschaltest und auch keine Anrufe entgegennimmst. So hast Du im hektischen Alltag Zeit zum Nachdenken und Vorausdenken. Mache in diesen Zeitfenstern gern einen kurzen Check-In in Deinem Körper und nimm wahr, welche körperlichen Empfindungen, Gedanken und Emotionen sich zeigen. Bei einer längeren Pause kannst Du auch einen kompletten Body-Scan machen, indem Du Deinen Körper, beginnend bei den Füßen, Stück für Stück vor Deinem geistigen Auge abwanderst und in jede Körperstelle kurz hineinspürst, welche Empfindungen (zum Beispiel ein leichtes Kribbeln oder eine Verspannung) Du gerade bewusst wahrnehmen kannst ohne diese zu werten.

Generell können Dir zur Schulung Deiner Achtsamkeit als Führungskraft auch Meditationen eine wichtige Unterstützung sein. Zahlreiche Apps, wie 7Mind oder Headspace, sowie eine Vielzahl an Videos auf Youtube bieten verschiedenste Meditationen. Hierfür musst Du Dir auch keine großen Zeitfenster blocken: Beim Meditieren ist die Regelmäßigkeit wichtiger als die Länge. Schon fünf Minuten täglich können nach wenigen Tagen einen größeren Unterschied machen als einmal die Woche für 30 Minuten zu meditieren. Außerdem wirst Du einen leichteren Zugang zum Meditieren finden, wenn Du mit kürzeren Meditationen beginnst und Dich im Laufe der Zeit dann langsam steigerst. 

Achtsamkeitsübungen im Büro

Mit Mindful Leadership zur Führungskraft der Zukunft

Das Führen von Mitarbeitern mit dem Fokus nur auf Zahlen ist in Anbetracht heutiger Entwicklungen wie New Work, Agilität und einer anspruchsvollen Generation Y nicht mehr zeitgemäß. Die Basis für eine moderne, achtsame Führung ist eine bewusste Selbstführung. Um dem Ziel einer achtsamen Führungskraft näher zu kommen, musst Du üben, üben und nochmals üben.

Investiere jeden Tag mindestens eine Viertelstunde Deiner Zeit für die Achtsamkeitspraxis, um den einfühlsamen und wertschätzenden Umgang mit Dir selbst und Deinen Mitarbeitern zu lernen.

Du willst eine bessere Führungskraft sein, indem Du Dich selbst besser führst?

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